Nagelsmanns Ärger über verhängnisvolle zwölf Minuten

Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images

Die 1:2 (0:1)-Niederlage bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf bedeutet für die TSG 1899 Hoffenheim einen herben Rückschlag. Trainer Julian Nagelsmann musste zusehen, wie seine Mannschaft zuerst beste Chancen ausließ und dann in der Schlussphase der ersten Halbzeit vieles vermissen ließ.

In der ersten halben Stunde hatte Hoffenheim das Geschehen im Griff und verpasste es gleich mehrfach, in Führung zu gehen. Nachdem Andrej Kramarić in der 32. Minute den Ball am leeren Tor vorbeischoss, ließen die Kraichgauer nach – was die Fortuna in Person von Alfredo Morales kurz vor der Pause mit dem 1:0 bestrafte (45.). „Nach der Großchance von Kramarić war ein Bruch im Spiel. Mich ärgern nicht die vergebenen Chancen, sondern die zwölf Minuten danach“, meinte Nagelsmann und kritisierte: „Wir sind alle damit beschäftigt, dass wir nicht in Führung gegangen sind und verlieren komplett die Linie. Dadurch holen wir Düsseldorf ins Spiel.“ Im zweiten Durchgang konzentrierte sich der Aufsteiger auf die Defensive und machte der TSG so das Leben schwer.

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„Nach dem Rückstand wurde es schwer. Düsseldorf hat leidenschaftlich verteidigt. Es ist ergebnistechnisch ein gebrauchter Tag“, resümierte Nagelsmann. Zwar gelang dem eingewechselten Neuzugang Nelson Reiss noch der Ausgleich (86.), den konterte Düsseldorfs Dodi Lukebakio per Foulelfmeter aber prompt (88.). Linksverteidiger Nico Schulz betonte, dass aus dem Spiel Lehren gezogen werden müssen: „Wir müssen konsequenter sein, die Chancen reinmachen und Tore schießen: Darum geht’s im Fußball. Wenn du das nicht machst, wird es gegen jeden Gegner schwer. Man hat ja heute gesehen, wie man dann so ein Spiel verlieren kann.“