Neuzugang Pléa will weiter hart an sich arbeiten

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Alassane Pléa ist mit einer Ablöse von 23 Millionen Euro der teuerste Neuzugang der Gladbacher Vereinsgeschichte. An den ersten beiden Spieltagen deutete der Franzose an, dass er ein wichtiger Mann im Gefüge der Borussia werden kann. Dennoch beanspruchte der Stürmer noch etwas Eingewöhnungszeit.

„Es sind zwei Bereiche, die ich im Kopf habe. Das eine ist das Zusammenspiel mit der Mannschaft, also die Abstimmung mit den Kollegen auf dem Platz. Das andere der physische Aspekt: Körperlich kann ich noch ein bisschen arbeiten, denn der Fußball in der Bundesliga ist schon anders als in Frankreich“, präzisierte Pléa diese Aussage gegenüber dem Kicker. Dass er sowohl gegen Bayer 04 Leverkusen (2:0) als auch beim FC Augsburg (1:1) nur eingewechselt wurde, war deshalb auch „kein Problem. Ich kenne ja die Gründe und weiß, dass ich als Neuer auch etwas Geduld mitbringen muss“, sagte der frühere Nizza-Profi.

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Sein Ausgleichstreffer in Augsburg habe schon mal einiges an Druck genommen. „Das erste Tor ist immer wichtig, gerade für einen Stürmer. Deshalb bin ich auch sehr glücklich, dass es so schnell passiert ist“, meinte Pléa. Eine konkrete Anzahl an Saisontoren hat sich der 25-Jährige dagegen nicht vorgenommen. „Ich gehe gerne in die Tiefe, sehe mich aber nicht nur als Abschlussspieler, sondern würde mich als mitspielenden Stürmer charakterisieren. Und ich habe verinnerlicht, dass ich gegen den Ball als erster Verteidiger für unsere Defensive arbeiten muss“, beschrieb er seinen Spielstil.

Zentrale Sturmposition war ein Wechselgrund

Ein Faktor für seinen Wechsel nach Mönchengladbach war die Aussicht auf die Position in der Sturmspitze, die in Nizza Mario Balotelli innehatte. „Es war ein wichtiger Punkt für mich. Max Eberl und Steffen Korell sagten mir gleich bei den ersten Treffen, dass sie mich als zentralen Stürmer sähen und ich die richtigen Qualitäten für diese Position mitbringe. Mir gefällt es im Zentrum am besten“, sagte Pléa. Sein Ex-Trainer Lucien Favre, der nun Borussia Dortmund betreut, habe großen Einfluss auf seine Entwicklung gehabt: „Die Ballannahme und -mitnahme war ein wichtiger Punkt für ihn. Zum Beispiel hat er mir geraten, ich solle im Strafraum kleinere Schritte machen. So wird man beweglicher, kann schneller reagieren.“

Nicht nur die „Fohlen“ hatten sich im Sommer um den Angreifer bemüht, die Geschwindigkeit sprach aber für Gladbach. „Es gab auch andere Möglichkeiten, das ist richtig. Zum Beispiel England: Eine gute Liga, in der ich mehr Geld hätte verdienen können. Aber die Borussia war der erste Klub, der sich um mich bemüht hat, und ich stand, als andere Klubs auf den Plan getreten sind, zu meinem Wort, das ich Max Eberl gegeben hatte“, stellte Pléa klar. Auf ein mögliches Debüt in der französischen Nationalmannschaft angesprochen, meinte der Rechtsfuß: „Jeder Spieler träumt davon, für sein Land spielen zu dürfen. Da bin ich keine Ausnahme. Aber in meinem Kopf ist erst mal, dass ich mich in Gladbach durchsetze und Leistung zeige.“

Startelf-Debüt gegen Schalke? „Ich fühle mich gut“

Nach zwei Einwechslungen könnte Pléa im Heimspiel am kommenden Samstag (18.30 Uhr) gegen den FC Schalke 04 sein Startelf-Debüt in der Bundesliga feiern. „Ich fühle mich gut und arbeite darauf hin. Warten wir ab, welche Entscheidung der Trainer trifft“, sagte der Offensivspieler. Pléa schielt bereits mit einem Auge auf das europäische Geschäft, bleibt aber bescheiden: „Die Hoffnung ist unabhängig von den ersten beiden Spieltagen vorhanden. Für mich kommt ein Blick auf die Tabelle zwar zu früh, aber klar, wir wollen unseren guten Start mit einem Sieg gegen Schalke noch verbessern. Es wird schwer. Schalke ist ja trotz der zwei Niederlagen zum Auftakt ein Top-Team in der Bundesliga.“