Nürnberg erkämpft sich Punkt gegen Mainz

Foto: Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Aufsteiger 1. FC Nürnberg hat sich in der Bundesliga den ersten Punkt seit über vier Jahren erkämpft. Der neunmalige deutsche Meister kam gegen den 1. FSV Mainz 05 nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte zu einem verdienten 1:1 (0:1), verpasste bei vielen guten Chancen sogar einen Sieg.

Jean-Philippe Mateta erzielte vor 37.781 Zuschauern die Führung für die meist harmlosen Gäste (25.). Die kampfstarken Nürnberger, die zuletzt am 26. März 2014 (2:0 gegen Stuttgart) im Oberhaus gepunktet hatten, glichen durch Torjäger Mikael Ishak (48.) aus. Mainz hatte seinen Auftakt gegen den VfB Stuttgart erfolgreich gestaltet (1:0), Nürnberg bei Hertha BSC knapp verloren (0:1).

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Der „Club“, bei dem die kurz vor Transferschluss verpflichteten Matheus Pereira von Sporting Lissabon und Virgil Misidjan von Ludogorez Rasgrad nicht im Kader standen, begann engagiert. In der 6. Minute hatten die Franken die erste Möglichkeit, der Kopfball von Georg Margreitter ging jedoch ans Außennetz (6.). Danach gelang es den Nürnbergern nicht, weiter Druck aufzubauen. Und wenn sie in den gefährlichen Bereich kamen, agierten sie zu umständlich.

Dennoch hatte Nürnberg erst einmal alles im Griff. Der FSV agierte abwartend und leistete sich viele Fehler im Aufbau. Dann hatte allerdings Aarón Martín alle Zeit zum Flanken, Mateta gelang per Kopf die überraschende Führung (25.). Lukas Mühl störte den FSV-Angreifer nicht entscheidend. Der „Club“ wirkte geschockt. Ein Schuss über das Tor durch Federico Palacios, der den erkrankten Edgar Salli vertrat, in der 38. Minute – das war es auch schon aus Nürnberger Sicht.

Nürnberg lässt mehrere Chancen liegen

Nach dem Wechsel wurde es sofort besser. Nach Eckball von Enrico Valentini traf Ishak mit einem wuchtigen Schuss (48.). FSV-Keeper Florian Müller hatte keine Abwehrchance. Der FCN agierte nun entschlossener und drängte Mainz zurück. Ishak hatte die dicke Chance zum 2:1 (57.), scheiterte diesmal aber an Müller – wie auch Yūya Kubo (62.), Valentini (64.) und Eduard Löwen (76.). Mainz beschränkte sich auf Konter. Dabei vergab Karim Onisiwo (59.).