Nürnberg zeigt sein „wahres Gesicht“ nach der Pause

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Nürnberg hat am Samstagnachmittag beim 2:2 (0:1) in Augsburg erneut Moral gezeigt. Der „Club“ schöpft aus dem späten Remis in der Fuggerstadt Mut für den anstehenden Abstiegskampf.

Die Nürnberger Fans, die ihren Verein auf Auswärtsspielen begleiten, sind extrem leidgeprüft – erst eine 0:7-Klatsche in Dortmund, danach ein 0:6 in Leipzig. Entsprechend euphorisch feierten die Anhänger das 2:2 im Bayern-Derby. Zwar reichte es für den Aufsteiger auch im fünften Anlauf nicht zum ersten Sieg in der Fremde, doch der Punktgewinn sorgte bei den Franken für zufriedene Gesichter. Als „gut für die Moral“ bezeichnete Sportvorstand Andreas Bornemann das Ergebnis, das sich der neunmalige deutsche Meister durch eine klare Steigerung nach dem Seitenwechsel verdient hatte. „Wir haben in der Halbzeit Klartext gesprochen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann unser wahres Gesicht gezeigt“, sagte Torwart Christian Mathenia.

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Der „Club“ hatte allerdings Glück, dass der FCA zu diesem Zeitpunkt nicht höher als 1:0 durch den Treffer von Torjäger Alfreð Finnbogason (11.) geführt hatte. „Zu passiv“ sei sein Team da gewesen, bemängelte FCN-Trainer Michael Köllner. „Wir haben vieles vermissen lassen“, ergänzte Mathenia. Doch die Nürnberger rafften sich auf, glichen durch den Premierentreffer von Alexander Fuchs („Ein Super-Gefühl“) kurz nach dem Wiederanpfiff aus (54.) und ließen sich auch vom 1:2 von Jonathan Schmid (59.) nicht aus der Ruhe bringen. Lukas Mühl, der ebenfalls das erste Mal traf und damit den Erfolg der einstigen Wohngemeinschaft mit Fuchs perfekt machte, rettete kurz vor Schluss schließlich das verdiente Remis (88.).

Köllner lobt die „Riesenmoral“ der Mannschaft

Köllner lobte die „Riesenmoral“ seiner Mannschaft und sprach von einer „guten Woche für uns. Wir sind zufrieden“. In der Liga hatte Nürnberg zuvor ein 1:1 gegen Frankfurt erreicht, dazwischen lag der glückliche Pokalerfolg beim Drittligisten Hansa Rostock (4:2 i.E.), als sich der FCN durch den Last-Minute-Ausgleich von Adam Zreľák erst in die Verlängerung gezittert hatte. „Über unsere Comeback-Qualitäten müssen wir uns keine Sorgen machen“, sagte Mathenia entsprechend. Das habe auch „mit Teamgeist zu tun“. Den wollen die Franken auch am kommenden Samstag (15.30 Uhr) im Kellerduell gegen Schlusslicht VfB Stuttgart zeigen.