Nur 1:2: BVB gegen Salzburg im Hintertreffen

Borussia Dortmund hat es verpasst, sich gegen den FC Red Bull Salzburg in eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu bringen. Im Signal-Iduna-Park unterlagen die Westfalen mit 1:2 (0:0) und brauchen im Rückspiel nun eine deutlich bessere Leistung.

BVB-Trainer Peter Stöger wechselte im Vergleich zum 1:1-Unentschieden gegen RB Leipzig zweimal: Łukasz Piszczek fehlte angeschlagen und wurde von Gonzalo Castro vertreten. Zudem begann Sokratis für den nicht spielberechtigten Manuel Akanji. Salzburg-Coach Marco Rose brachte nach dem 1:0 gegen Rapid Wien drei neue Spieler: Duje Caleta-Car, Diadie Samassekou und Amadou Haidara durften für Jérôme Onguené, Reinhold Yabo und Takumi Minamino von Beginn an ran.

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Die Gäste machten es dem BVB zu Spielbeginn nicht leicht und attackierten den ballführenden Spieler sehr früh. Die Hausherren wirkten ob der engagierten Leistung des Gegners im Angriffsspiel uninspiriert und fanden zunächst keine Lücken. Nach einer Ecke allerdings kam André Schürrle zu einer sehr guten Chance. Sein Abschluss rauschte letztlich knapp über die Latte (6.). In der Folge machten die Gäste die Räume sehr eng und dem BVB das Offensivspiel somit schwer. Insgesamt allerdings war Schwarz-Gelb die klar tonangebende Mannschaft, wenngleich Großchancen rar gesät waren.

Dortmund bemühte sich und investierte viel. RB allerdings verteidigte geschickt und sehr variabel. So wurde die Viererkette der Österreicher bei Ballbesitz des BVB zu einer Fünferkette, die besonders die starke linke Seite der Westfalen vor Probleme stellte. Zwar hatten die Hausherren das deutliche Plus an Spielanteilen, viel anstellen konnten sie damit aber nicht. Kurz vor der Pause kamen dann die Gäste zur Riesenchance: Hee-chan Hwang tauchte frei vor Roman Bürki auf, der gerade noch parieren konnte. Der Abpraller landete bei Munas Dabbur, dessen Kopfball Marcel Schmelzer von der Linie kratzte (40.). In der Nachspielzeit traf Hwang zudem den Pfosten (45.+1).

Österreicher zeigen sich zweimal eiskalt

Durchgang zwei startete für den BVB katastrophal: Ömer Toprak riss Hwang im Sechzehner zu Boden, es gab einen berechtigten Elfmeter (48.). Valon Berisha trat an und verwandelte sicher (49.). Dortmund versuchte nun mit allen Mitteln Druck zu erzeugen. Dies mündete in einem Konter der Österreicher, den Berisha zum 2:0 vollendete (56.). Stefan Lainer jedoch ging während des Gegenstoßes wohl zu robust gegen Schmelzer vor, sodass Salzburg auch hätte zurückgepfiffen werden können. Stöger reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte Christian Pulisic und Maximilian Philipp für Michy Batshuayi und Mario Götze.

Der eingewechselte US-Amerikaner zeigte schnell was er kann: Nach einem Antritt über rechts brachte er den Ball in die Mitte zu Schürrle, der die Kugel über die Linie drückte (62.). Dortmund ging nun immer mehr Risiko und drängte auf den Ausgleich. Schwarz-Gelb warf alles in die Waagschale, Salzburg blieb im Umschaltspiel gefährlich. Sokratis hatte für den BVB die Chance zum Ausgleich, brachte seinen Kopfball freistehend aus rund elf Metern aber nicht aufs Tor (80.). In der Schlussphase fiel der Borussia nichts mehr ein, es blieb beim 1:2.