Özcan – einer der wenigen Lichtblicke

In der Krise des 1. FC Köln ist Salih Özcan aktuell einer der wenigen Lichtblicke. Der Youngster kam gegen Hannover 96 vor drei Wochen zu seinem ersten Saisonspiel und ist seitdem im Mittelfeld gesetzt. Dabei hatte die Saison für ihn nicht gut begonnen.

Erst am fünften Spieltag gelang Özcan zum ersten Mal der Sprung in Peter Stögers Kader. Auch die Reise zu Arsenal London zum ersten Europapokal-Spiel der Kölner machte er nicht mit. Als sich dort Jonas Hector verletzte, entschied sich Stöger für Marco Höger als Ersatz. Doch dann glänzte Özcan im Abschlusstraining vor Hannover, so dass sein Trainer ihm die Chance gab. An der Seite von Kapitän Matthias Lehmann machte der 19-Jährige ein gutes Spiel und konnte den ersten Punktgewinn seiner Mannschaft eintüten.

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Auch im folgenden Europa League-Spiel gegen Roter Stern Belgrad und der Bundesliga-Begegnung mit RB Leipzig absolvierte Özcan die vollen 90 Minuten. Beide Spiele gingen verloren. Trotzdem spielte der 19-Jährige gut, denn wenn es offensive Aktionen gab, dann liefen sie über ihn. Nicht umsonst wurde Özcan Ende Juli die goldene Fritz-Walter-Medaille vom DFB verliehen. Der U20-Nationalspieler zählt zu den größten Talenten Deutschlands.

Özcan hat an sich gearbeitet

Bereits in der vergangenen Spielzeit war Özcan immer mal wieder nahe an der ersten Elf, doch so richtig durchsetzen konnte er sich nicht. Es gab für Stöger damals auch keinen Grund, sein funktionierendes Mittelfeld um Lehmann und Hector zu verändern. Jetzt sieht das jedoch anders aus. Besonders im Spiel nach vorne fehlt es an Kreativität.

Özcan ist von Haus aus offensiver Mittelfeldspieler, er kann diesen Bedarf decken. Er bewies sich auch bei der Ballbehauptung und hat an Zweikampfstärke gewonnen. Das war in der Vergangenheit noch sein größter Makel, zu oft unterlag er physisch stärkeren Gegenspielern. Seine ausgezeichnete Technik und Übersicht können für den FC noch sehr wichtig werden. Stöger braucht jetzt Spieler, die in Topform sind – und so einer ist Özcan aktuell.