Offensive Lösungen sind die „Kardinalaufgabe“

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Nürnberg trifft im ersten Heimspiel nach dem Bundesliga-Aufstieg am kommenden Samstag (15.30 Uhr) auf den 1. FSV Mainz 05. Nach der 0:1-Pleite zum Auftakt bei Hertha BSC macht sich FCN-Coach Michael Köllner nicht verrückt. Unklarheiten bestehen dagegen bei einigen Personalien.

Die Niederlage in Berlin trübte zwar die Rückkehr des „Club“ in der öffentlichen Wahrnehmung, Köllner relativierte die Bedeutung am Donnerstag aber: „Wenn wir den Elfmeter verwandeln, spielen wir 1:1 in Berlin. Dann ist die Wahrnehmung eine andere.“ Mikael Ishak war kurz vor dem Spielende vom Punkt an Hertha-Keeper Rune Jarstein gescheitert. „Es geht darum, dass wir Leistung bringen. Und die habe ich gesehen“, lobte Köllner sein Team. Mainz werde allerdings ein „schwieriger Gegner“. Die Rheinhessen hatten den ambitionierten VfB Stuttgart am ersten Spieltag mit 1:0 besiegt.

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Der FSV sei eine „interessante Truppe“, die „emotional Fußball spielt“. Köllner erwartet den Gegner abwartend und auf eine solide Defensive bedacht: „Wir brauchen sehr, sehr guten Ballbesitz.“ Offensive Lösungen zu finden sei die „Kardinalaufgabe“. Doch gerade in der Abteilung Attacke stehen derzeit noch einige personelle Fragezeichen: Kapitän Hanno Behrens war in Berlin wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt worden. „Da schauen wir, ob es bis Samstag reicht und wie die beiden Einheiten heute und morgen laufen“, meinte Köllner.

Zreľák und Salli fallen wohl aus

Unwahrscheinlich ist ein Mitwirken der Offensivspieler Adam Zreľák und Edgar Salli. Ersterer verletzte sich im Training am Sprunggelenk, Salli hat sich einen Magen-Darm-Infekt eingefangen. „Er ist mehr auf der Toilette, als ihm lieb ist“, sagte Köllner, der aber wohl auf die zuletzt angeschlagenen Eduard Löwen (Adduktorenprobleme) und Enrico Valentini (Sehnenzerrung) bauen kann. Unabhängig von der etwas angespannten Personalsituation wollen die Nürnberger möglichst noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, bevor dieser am Freitagabend schließt. „Wir sind fleißig dran, etwas zu finden“, sagte Köllner, der dennoch „relativ entspannt“ bleibt: „Es geht nur mit dem nötigen Realismus, wir haben einen guten Kader.“

Köllner setzt vor heimischem Publikum auch auf die Unterstützung der Nürnberger Anhänger. „Wenn sie uns anfeuern, weiß ich, dass wir eine famose Leistung bringen und Mainz schlagen können“, sagte der 48-Jährige. „Wir wollen im ersten Heimspiel direkt eine Top-Leistung abliefern.“ Auch vor einem erneuten Strafstoß ist Köllner nicht bange. Unabhängig davon, ob der etatmäßige Schütze Behrens rechtzeitig fit wird, kündigte der Fußballlehrer an: „Sollten wir am Samstag einen Elfmeter bekommen, werden wir ihn verwandeln.“