Ohren zu und durch

Einen speziellen Moment erlebte Schalkes Breel Embolo am Wochenende gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Der Schweizer traf beim 2:1-Sieg endlich wieder vor heimischer Kulisse und bestätigte damit seinen Aufwärtstrend.

Rekordtransfer, Hoffnungsträger, Flop. Embolo musste sich seit seinem Wechsel im Sommer 2016 schon so manchen Titel gefallen lassen. Sicher ist, dass der junge Schweizer über ein außerordentliches Potenzial verfügt und auf Schalke noch zu einem sehr wichtigen Spieler heranwachsen kann. Nicht umsonst machte S04 den Schweizer mit einer Ablöse von 22,5 Millionen Euro vor eineinhalb Jahren zum teuersten Spieler der Vereinsgeschichte. Der 21-Jährige startete furios, zeigte schnell was er kann – und wurde dann von einem rüden Foul ausgebremst.

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Das Heimspiel gegen Hoffenheim könnte die Leidenszeit des Breel Embolo nun endgültig beendet haben. Nach seinem Treffer setzte der Schweizer zu einem ausgelassenen Jubellauf an. Blöd nur, dass ihm das Schiedsrichter-Gespann bei seinen Feierlichkeiten in die Parade fuhr. Benjamin Brand und seine Kollegen entschieden richtigerweise auf Abseits. Aber das erste Tor in der heimischen Arena seit Oktober 2016 war nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Wenige Minuten später nämlich fing Embolo einen Fehlpass von Kevin Vogt ab und blieb vor TSG-Keeper Oliver Baumann erneut cool.

Vertrauen zahlt sich aus

Nach dem erneuten Treffer hielt sich Embolo beim Jubeln die Ohren zu und verdeutliche damit, dass er Kritik von außen nicht besonders interessant findet. Zwar brauchte der Schweizer einige Zeit, um nach seiner schweren Verletzung wieder zu alter Stärke zu finden, aber die Rückendeckung von Vereinsseite war ihm stets (zurecht) sicher. Am Samstag begann Embolo nun damit, das ihm entgegengebrachte Vertrauen zurückzuzahlen. Schon in der Woche zuvor hatte der 21-Jährige beim 1:2 in München über 90 Minuten gezeigt, dass er sich auf einem guten Weg befindet. Gegen Hoffenheim konnte er seine starke Leistung dann sogar mit einem Treffer krönen.