Ōsako besticht durch Kopfballstärke und Bescheidenheit

Foto: Christof Koepsel/Getty Images

Yūya Ōsako ist nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft in Russland nicht nur in seinem Heimatland Japan sehr beliebt, sondern hinterließ auch bei seinem neuen Verein SV Werder Bremen gute erste Eindrücke. Der Angreifer überzeugte an der Weser bislang durch Kopfballstärke und Bescheidenheit.

Viereinhalb Millionen Euro überwiesen die Grün-Weißen für den Stürmer an Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln. Ōsako ließ seinem Wechsel ein Ausrufezeichen mit der japanischen Nationalmannschaft folgen: Der Rechtsfuß kam mit seiner Landesauswahl bis ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft; er selbst köpfte den Siegtreffer beim 2:1 in der Gruppenphase gegen Kolumbien. Dass er es mit dem Köpfchen besonders gut kann, zeigte Ōsako auch schon bei seinem neuen Arbeitgeber. Sowohl in der Vorbereitung als auch beim 6:1-Sieg im DFB-Pokal bei Wormatia Worms traf er per Kopf.

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„Ich versuche, in jeder Situation ein Tor zu erzielen“, sagte der Offensivspieler am Mittwoch. „Dass es jetzt zwei Mal mit dem Kopf geklappt hat, ist eher Zufall. Wobei beide Flanken vor den Toren sehr stark waren.“ Ōsako lenkt den Fokus und das Lob geschickt auf andere. Der Stürmer konzentriert sich derweil auf das Wesentliche. Deshalb konnte er die neue Stadt bislang auch kaum erkunden: „Aktuell pendele ich eigentlich nur zwischen dem Hotel und dem Trainingsplatz.“ Wohl fühle er sich in Bremen dennoch.

Auf dem Weg zum Publikumsliebling

Auch nach seinem Transfer zu Werder wird Ōsako noch regelmäßig von japanischen Touristen und Fans beim Training besucht. Er nimmt sich die Zeit, um Selfie- und Autogrammwünsche zu erfüllen. Kürzlich schenkte ihm ein Besucher sogar eine Nudelsuppe. „Die ist in Japan sehr beliebt“, erklärte der Angreifer. Sollte Ōsako seine ersten Eindrücke bestätigen, dürfte er in Bremen bald ähnlich beliebt sein.