Osimhen auf Leihbasis nach Belgien

Foto: Ronny Hartmann/Bongarts/Getty Images

Nachwuchsstürmer Victor Osimhen verlässt den VfL Wolfsburg vorübergehend und schließt sich bis zum Saisonende dem belgischen Erstligisten RSC Charleroi an. Die Belgier sicherten sich zudem eine Kaufoption im unteren Millionenbereich.

Über das Jugendzentrum der Ultimate Strikers Academy konnte sich Osimhen 2015 für die U17-Auswahl seines Heimatlandes Nigeria empfehlen. Bereits beim U17-Afrika-Cup ließ er sein Talent mit einem Tor im Spiel um Platz 3 (1:3 gegen Guinea) aufblitzen. Bei der U17-Weltmeisterschaft im Herbst 2016 gelang Osimhen dann der Durchbruch auf internationaler Bühne: Er erzielte in jedem Turnierspiel mindestens ein Tor, wurde folglich Torschützenkönig und führte Nigeria zum zweiten U17-Titel in Folge. Insgesamt gelangen ihm zehn Turniertore in sieben Spielen. Wenig überraschend wurde er Anfang 2016 zu Afrikas Nachwuchsspieler des Jahres gekürt.

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Die Auftritte bei der Nationalmannschaft riefen zahlreiche Top-Klubs aus Europa auf den Plan. Osimhen entschloss sich aber gegen einen Wechsel zu einem Spitzenklub – er unterschrieb beim VfL Wolfsburg. Als Begründung nannte er die guten Entwicklungschancen bei den Grün-Weißen. Ein weiterer Faktor bei dem Transfer: Die „Wölfe“ vereinbarten im Zuge der Verhandlungen einen Kooperationsvertrag mit der Ultimate Strikers Academy. Außerdem überwies der VfL rund 3,5 Millionen Euro Ablöse nach Nigeria. Dieser Deal wurde bereits im Januar 2016 eingefädelt, doch da sogenannte „Nicht-EU-Ausländer“ erst ab ihrem 18. Lebensjahr in Deutschland spielberechtigt sind, wurde der Wechsel offiziell erst zum 1. Januar 2017 beschlossen. Seit Oktober 2016 lebte und trainierte Osimhen allerdings schon in Wolfsburg.

Der Durchbruch blieb dem Angreifer in dieser Zeit jedoch verwehrt. In 16 Pflichtspielen für den VfL blieb der 20-Jährige ohne Torbeteiligung. Vor Osimhen hatten bereits Daniel Didavi (zum VfB Stuttgart), Nany Landry Dimata (auf Leihbasis zum RSC Anderlecht), Divock Origi (zurück zum FC Liverpool) sowie Max Grün (Vertragsende) die Grün-Weißen verlassen.