Peps Starensemble und zwei Königsklassen-Dauerbrenner

Foto: Paul Ellis/AFP/Getty Images

Champions League-Neuling TSG 1899 Hoffenheim bekommt es in der Gruppe F mit drei Teams zu tun, die geballte Königsklassen-Erfahrung vorweisen. Manchester City mit Trainer Pep Guardiola träumt vom ganz großen Wurf, Schachtar Donezk und Olympique Lyon sind Dauergäste in der Endrunde.

Manchester City: In der Premier League war Manchester City in der vergangenen Saison das Maß aller Dinge, wurde mit 19 Punkten Vorsprung und 106 erzielten Toren Meister. International tun sich die Engländer aber Jahr für Jahr schwer, in der vergangenen Spielzeit war im Viertelfinale gegen den FC Liverpool Schluss. Erst einmal erreichte City das Halbfinale, im Jahr 2016 scheiterten die „Skyblues“ dort gegen Rekordsieger Real Madrid. Der Hunger auf den ersten Finaleinzug ist groß, die Qualität hat die Mannschaft von Startrainer Guardiola. Nach dem teuren Umbruch vor einem Jahr holte City in diesem Jahr mit Riyad Mahrez (Leicester City) nur einen Top-Spieler, kann dafür aber auf ein eingespieltes Ensemble an Ausnahmespielern setzen – eine Qualität, die für Titelgewinne essenziell ist.

- Anzeige -

Schachtar Donezk: Zum zwölften Mal in Folge qualifizierte sich der ukrainische Serienmeister für die Champions League-Endrunde, kennt den Wettbewerb also zur Genüge. Nur einmal gelang Donezk, das mit sieben Siegen aus acht Ligaspielen souverän gestartet ist, allerdings der Einzug ins Viertelfinale – sonst war immer nach der Vorrunde oder dem Achtelfinale Schluss. Dennoch sind die Ukrainer nicht zu unterschätzen, in der vergangenen Saison überzeugte die Mannschaft von Trainer Paulo Fonseca vor allem als unbezwingbare Heimmacht. Alle vier Spiele im eigenen Stadion gewann Schachtar und schied im Achtelfinale gegen den späteren Halbfinalisten AS Rom nur knapp aus (2:1, 0:1).

Olympique Lyon: Auch für den siebenfachen französischen Meister ist die Königsklasse vertrautes Terrain, seit 2000 ist OL Dauergast in der Gruppenphase, verpasste nur vier Spielzeiten. Darunter allerdings auch die vergangene Saison, in der die Lyonnais nur in der Europa League starteten. Dort war im Achtelfinale gegen ZSKA Moskau Schluss, das Finale im eigenen Stadion wurde verpasst. Die individuelle Klasse der Mannschaft von Trainer Bruno Génésio kann sich sehen lassen, gerade die Offensive ist mit Memphis Depay, Nabil Fekir und Maxwel Cornet glänzend besetzt und kam in der vergangenen Spielzeit in der Ligue 1 auf 85 Tore. Die laufende Saison begann jedoch durchwachsen. Nach fünf Spielen hat Lyon erst sieben Punkte und sechs erzielte Treffer auf dem Konto.

TSG 1899 Hoffenheim: Die TSG ist als Königsklassen-Neuling und Team aus Lostopf vier der Außenseiter der Gruppe. Der beeindruckende dritte Platz in der vergangenen Bundesliga-Saison zeigte allerdings, welche Qualität in der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann steckt. Das Debüt auf internationalem Parkett in der Europa League verlief hingegen nicht besonders berauschend, nach der Vorrunde war Schluss. Mithilfe der Erfahrungen aus der zurückliegenden Saison will Nagelsmann die Trainingssteuerung sowie die Rotation während der englischen Wochen optimieren – hat aber aktuell mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Auch der Ligastart war mit drei Punkten aus drei Spielen holprig.

Das erklärte Ziel der TSG ist es, im Europapokal zu überwintern. Platz drei ist durchaus möglich, selbst das Erreichen des Achtelfinals ist bei einem guten Start in Charkiw realistisch, wäre allerdings ein Riesenerfolg angesichts der fehlenden Erfahrung. Bei den Highlight-Spielen gegen Manchester City geht es wohl eher darum, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen.