Petersen: „Profis sind heute kälter“

Torjäger Nils Petersen vom SC Freiburg betrachtet die Entwicklung im Profifußball nicht frei von Kritik. Die stetig zunehmende Belastung schon im jungen Alter könnte zum Bumerang werden.

„Früher wurdest du mit 22 Jahren ins kalte Wasser geschmissen, heute musst du mit 17, 18 funktionieren“, sagte der 29-Jährige im Interview mit dem Sportbuzzer. „Ich glaube, dass unsere Körper nur für eine bestimmte Anzahl von Jahren im Profifußball gemacht sind. Wenn du mit 17 Jahren Bundesliga spielst und mit 20 schon 100 Profispiele auf dem Buckel hast, weiß ich nicht, ob du dann noch zehn Jahre Bundesliga spielen kannst.“

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Die steigenden Spielergehälter spielen laut dem Angreifer eine Rolle beim zunehmend kontrollierten Verhalten der jungen Spielergeneration: „Heute gibt es junge Spieler, die Verträge bis ins Jahr 2023 oder 2024 haben und mit Millionen überschüttet werden. Diese Summen kann gar keiner mehr begreifen. Und du kannst als junger Profi doch nicht mal mehr in einen Club feiern gehen. Denn du stehst ständig unter Druck. Profis sind heute kontrollierter, sie sind kälter.“

(sid)