Pjaca beschert Schalke drei Punkte gegen Hertha

Der FC Schalke 04 hat Hertha BSC am Samstag mit 1:0 (1:0) geschlagen. In einer ausgeglichenen Partie setzte sich Königsblau durch einen Treffer von Marko Pjaca durch. Berlin brachte nach vorne nicht genug auf die Kette und musste so am Ende ohne Punkte abreisen.

S04-Coach Domenico Tedesco veränderte seine Mannschaft gemessen am 2:0 in Leverkusen auf drei Positionen: In der Abwehr begann Benjamin Stambouli für Thilo Kehrer, der wegen eines Infekts fehlte. Im Mittelfeld ersetzte Nabil Bentaleb den am Fuß verletzten Leon Goretzka und für den gelbgesperrten Guido Burgstaller startete Pjaca. Hertha-Trainer Pál Dárdai stellte seine Elf im Vergleich zum 0:0 in München auf zwei Positionen um: Arne Maier spielte anstelle des verletzten Vladimír Darida und der wiedergenesene Karim Rekik startete für Jordan Torunarigha (nicht im Kader).

- Anzeige -

Schalke kam gut in die Partie und übte direkt Druck aus. Eine gute Möglichkeit hatte Daniel Caligiuri, dessen Flanke zum Torschuss mutierte und beinahe im kurzen Eck landete. Rune Jarstein war allerdings aufmerksam (3.). Kurz darauf kamen Pjaca und Franco Di Santo zu einer guten Doppelchance, die der Berliner Keeper zunichte machte (6.). Herthas ersten Abschluss verbuchte Davie Selke, der Ralf Fährmann zu einer Parade zwang (12.). Wenig später rettete der Schlussmann gegen eine Kopfballverlängerung von Mathew Leckie (13.). Die Riesenchance zur Führung hatte Niklas Stark, der die Kugel aus wenigen Metern nicht richtig kontrollieren konnte und Fährmann in die Arme schoss (14.).

Mit fortschreitender Spieldauer kamen die Gäste immer besser in die Partie. Schalke allerdings fing sich mit der Zeit wieder etwas und brachte Ruhe ins Spiel. Dennoch strahlte Berlin viel Gefahr aus, während den „Knappen“ nach vorne die Tiefe fehlte. Nach einem starken Diagonalball von Bentaleb auf Caligiuri wurde es allerdings gefährlich. Letzterer brachte den Ball in die Mitte zu Di Santo, der zu Pjaca weiterleitete und der Leihgabe von Juventus Turin so die Führung auflegte (37.). Nach 45 Minuten ging es also mit dem 1:0 für die Hausherren in die Kabinen.

Hertha nach vorne nicht zwingend genug

Durchgang zwei startete träge. Schalke mied das Risiko, Hertha wartete ab. Zwar kam Salomon Kalou zu einem Abschluss, dieser jedoch ging über das Tor (53.). Gleiches galt für einen Kopfball von Rekik nach einem Freistoß (59.). Insgesamt war die Partie in dieser Phase sehr zäh. Schalke machte nicht viel nach vorne, Berlin hatte Probleme Lösungen zu finden. Valentino Lazaro versuchte es nach einer Stunde aus der Distanz, Fährmann ging auf Nummer sicher und wehrte zur Seite ab (60.). Hertha rannte ein ums andere Mal an, während S04 in die Passivität zu verfallen drohte.

Gefährlich wurde es als Kalou im Sechzehner der „Knappen“ auftauchte und erst im letzten Moment von Matija Nastasić gestellt wurde. Berlin erhöhte nun merklich den Druck, Schalke spielte mit dem Feuer. Im Angriff brachten die Hausherren nichts mehr auf die Kette. Zwar wirkte die „Alte Dame“ in der Schlussphase durchaus gefährlich, wirklich zwingend allerdings wurde sie nicht mehr. So holte die Heimelf am Ende etwas glücklich den zehnten Heimsieg gegen Hertha BSC in Folge.