Preetz: „Nehmen Europa League alle ernst genug“

Michael Preetz von Hertha BSC hat sich der Kritik von Peter Stöger an den Aussagen Christian Seiferts angeschlossen. Den Vorwurf des DFL-Bosses, die deutschen Klubs würden die Europa League nicht ernst genug nehmen, hält er für verfehlt. Vielmehr handle es sich um eine Momentaufnahme.

„Ich glaube, dass ich für die Kollegen sprechen kann, dass wir alle die Europa League ernst nehmen“, sagte Preetz am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel der Hertha gegen Schalke. „Ich kenne keinen, der in die Spiele gegangen ist und sie nicht gewinnen wollte.“

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Damit schloss sich der Hertha-Geschäftsführer der Argumentation Stögers an, der bereits am Dienstag die Aussagen Seiferts als „deplatziert“ bezeichnet hatte. Der DFL-Boss hatte den deutschen Europa League-Vertretern am vergangenen Samstag im ZDF vorgeworfen, den Wettbewerb weniger ernst anzugehen als die Bundesliga. Schließlich hatten sowohl die Hertha (0:1 in Östersund) als auch Köln (0:1) und Hoffenheim (1:2) ihre jüngsten Auftritte auf internationaler Bühne verloren.

„Alle haben noch die Möglichkeit“

„Ich habe das Interview gesehen. Er hat grundsätzlich Recht, wenn er sagt, dass es das Ziel sein müsse, in der Europa League zu überwintern“, räumte Preetz ein. „Aber daraus kann man nicht grundsätzlich ableiten, dass das auch tatsächlich passiert. Wir sehen an jedem Spieltag, dass auch die vermeintlich kleineren Mannschaften in Europa guten Fußball spielen können.“ Obwohl viele Klubs im Wettbewerb „nicht so klangvolle Namen hätten“, würden sie trotzdem „anspruchsvolle Mannschaften“ stellen und damit harte Gegner sein.

Die Niederlagen am zweiten Spieltagen seien trotzdem lediglich eine Momentaufnahme. „Wir können nach zwei weiteren Spieltagen noch mal sprechen oder am Ende der Gruppenphase“, erklärte Preetz. „Ich sehe das so: Noch haben alle Mannschaften die Möglichkeit, in der Europa League zu überwintern.“