Punkteteilung im Regen von Nürnberg

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Nürnberg und Bayer 04 Leverkusen haben sich am Montagabend mit einem 1:1 (0:1)-Unentschieden getrennt. Dabei waren die Rheinländer auf kuriosen Platzverhältnissen weitestgehend die bessere Mannschaft, verpassten es aber, ihre Chancen zu nutzen.

Nürnbergs Trainer Michael Köllner veränderte seine Startelf nach der 2:5-Pleite beim FC Schalke 04 auf vier Positionen: Christian Mathenia (Knieverletzung), Robert Bauer (Gelb-Rot-Sperre), Simon Rhein und Federico Palacios (beide Bank) wurden durch Fabian Bredlow, Startelf-Debütant Kevin Goden, Sebastian Kerk und Virgil Misidjan ersetzt. Bayer-Coach Heiko Herrlich brachte gemessen am 1:1 gegen Ludogorez Rasgrad gleich neun Neue: Lukáš Hrádecký, Lars Bender, Sven Bender, Tin Jedvaj, Dominik Kohr, Karim Bellarabi, Kai Havertz, Julian Brandt und Kevin Volland begannen anstelle von Ramazan Özcan, Mitchell Weiser, Wendell, Paulinho, Lucas Alario, Leon Bailey (alle Bank), Panagiotis Retsos (Muskel-Sehnenverletzung), Sam Schreck und Isaac Kiese Thelin.

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Von Beginn an wurde deutlich, dass die Partie keine einfache werden würde. Grund dafür war der Regen, der den Platz schwer bespielbar machte. Zur ersten Chance kam Bellarabi, der seinen Schuss aber drüber setzte (6.). Mit seiner nächsten Gelegenheit zwang er Bredlow dann jedoch zu eine Parade. Ein Pass von Brandt blieb in einer Pfütze stecken, sodass Bellarabi zum Abschluss kam (9.). Nach der folgenden Ecke wurde es noch enger – Sven Bender setzte die Kugel an die Latte (10.). Danach aber machten sich die Platzverhältnisse oft bemerkbar; beide Teams wurden in ihrem Spiel eingeschränkt. Da brauchte es schon die individuelle Klasse eines Havertz: Eine von Bredlow abgewehrte Flanke landete vor dessen Füßen, die Kugel schlug im rechten Eck ein (30.). Von Nürnberg kam praktisch nichts.

Margreitter beschert dem „Club“ einen Punkt

Auch nach der Pause war es die „Werkself“, die zunächst den Ton angab. Lars Bender, Volland und Brandt (47./49./50.) kamen zu guten Chancen, keine allerdings konnten die Rheinländer verwerten. Und wie es im Fußball üblich ist, wird eine Mannschaft bestraft, wenn sie zu viele Möglichkeiten liegen lässt: Georg Margreitter hielt in Folge einer Ecke einfach mal drauf, und Kohr fälschte den Ball unhaltbar für Hrádecký ab (56.). Das viele Wasser auf dem Platz sorgte immer wieder für Kuriositäten. So stoppte Bredlow einen Versuch von Wendell, der durch die Pfützen beinahe komplett ausgebremst wurde (66.). Jeder Ball wurde durch die Platzverhältnisse zu einem Abenteuer. Zwar tauchten beide Mannschaften noch ab und zu vor dem gegnerischen Kasten auf, richtig gefährlich wurde es allerdings nicht mehr. Bellarabi allerdings musste kurz vor Schluss noch verletzt vom Platz (89.). Wenig später war die Partie vorbei.