Quartett kann Goretzka-Abgang kompensieren

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 muss im Sommer den Abgang von Mittelfeldspieler Leon Goretzka verkraften. Da der Vertrag des Nationalspielers ausläuft, kassiert Königsblau keine Ablöse. Diese ist unter Umständen allerdings nicht einmal nötig, um die Lücke zu schließen.

Goretzkas Wechsel reißt ein großes Loch in die Zentrale der „Knappen“. Wie S04 beim 2:0-Erfolg in Leverkusen am vergangenen Spieltag zeigte, ist der Verein aber in der Lage, dieses ohne Ersatz von außen zu schließen. Neben dem 23-Jährigen kamen auf der „Sechs“ Max Meyer, Benjamin Stambouli und Nabil Bentaleb zum Einsatz. Zudem saß mit Alessandro Schöpf ein Spieler auf der Bank, der als Kandidat für eine Umschulung gilt und in Zukunft defensiver auflaufen soll.

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Voraussetzung für ein solches Szenario ist allerdings, dass Meyer seinen Vertrag auf Schalke verlängert und Trainer Domenico Tedesco auch in der kommenden Saison erhalten bleibt. Ein zusätzlicher Abgang des 22-Jährigen wäre für Königsblau ein harter Schlag. Das Eigengewächs hat ein zweites Vertragsangebot allerdings abgelehnt. Noch gibt es keine finale Entscheidung, eine solche soll in Kürze aber verkündet werden. Meyer spielte zu Beginn der Saison noch keine große Rolle, wuchs an seiner neuen Aufgabe auf der „Sechs“ allerdings enorm und ist im Mittelfeld der „Knappen“ inzwischen gesetzt.

Geht Meyer, wird es eng

Bentaleb ist aktuell wohl der Problemfall des S04. In Leverkusen allerdings setzte er ein Zeichen und verwandelte den Elfmeter zum 2:0-Endstand. Die Differenzen mit Tedesco sind ausgeräumt, sodass der Algerier wieder ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft werden kann. Stambouli denkt deutlich defensiver als der Rest seiner Mittelfeldkollegen und würde wohl mit Bentaleb am besten harmonieren. In diesem Fall könnte Letzterer mehr Arbeit nach vorne verrichten, während ihm der Franzose den Rücken freihält.

Mit Goretzka verliert Schalke unumstritten einen Ausnahmespieler. Im Verbund allerdings sind die „Knappen“ durchaus imstande, den Verlust zu kompensieren. Ein Neuzugang von außen ist dennoch nicht ausgeschlossen. Auch Schalke wird über kurz oder lang mehr Geld in die Hand nehmen müssen, um den Kader zu verstärken. Die Entwicklung des Marktes gibt keine andere Herangehensweise her. Wenn auch Meyer im Sommer wechselt, ist ein Transfer unerlässlich.