Rangnick: „30 Millionen sind das neue Ablösefrei“

Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff von RB Leipzig haben sich in einem Interview erneut besorgt über die Dimensionen der Ablösesummen und Gehälter im Profifußball gezeigt. Besonders England sei dabei zu nennen, erklärten die Verantwortlichen.

„Für die Wechsel der Spieler in die Premier League gibt es zwei Gründe. Dort wird in der Woche so viel verdient wie bei uns in einem Monat – vielleicht mit Ausnahme bei Bayern München und mit Abstrichen bei Borussia Dortmund“, sagte Sportdirektor Rangnick im Gespräch mit dem Sportbuzzer. „Innerhalb Englands redet man davon, dass 30 Millionen Ablöse das neue Ablösefrei sind.“ Qualitative Unterschiede sehe er zwischen dem englischen und dem deutschen Oberhaus jedoch nicht, betonte Rangnick: „Dass die Premier League besser ist als die Bundesliga, stimmt nicht.“

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In dieser Saison wechselten bereits 20 Spieler für jeweils mehr als 30 Millionen Euro in die Premier League. Die Ausgaben der Vereine liegen bei über zwei Milliarden Euro. „In der Premier League ist mehr Geld vorhanden. Daher wird es immer Spieler geben, die für sich den nächsten Schritt ihrer sportlichen Entwicklung gehen wollen“, erkannte Mintzlaff an. Im Gegensatz zu Rangnick machte der Geschäftsführer jedoch Abstriche bei der deutschen Bundesliga. In England gebe es „sechs Bayern Münchens, die sich bei der Vergabe der Meisterschaft abwechseln. Das ist es, was der Bundesliga momentan fehlt“, analysierte er.