Rangnick: „Da würden sich die Top-Ligen ins Fäustchen lachen“

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Im Zuge der angedachten Strukturreform der Deutschen Fußball Liga hat sich Zweitliga-Verein 1. FC Union Berlin in einem Positionspapier zu einer Kursveränderung im deutschen Profifußball geäußert. Diese Positionierung sorgt für Gesprächsbedarf und Kritik unter den Verantwortlichen der Bundesliga.

Unter anderem haben die Berliner eine Gehaltsobergrenze für den deutschen Fußball sowie eine Begrenzung der Leihspieler vorgeschlagen. Hinzu wurde eine Umverteilung der TV-Gelder und die Aufstockung der Profiligen gefordert. RB Leipzigs Sportchef Ralf Rangnick äußerte sich auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel seiner Mannschaft gegen den 1. FC Nürnberg (Sonntag, 18 Uhr) zu der Forderung einer Gehaltsobergrenze, die er für unwahrscheinlich hält. Rangnick ist der Meinung, dass die Bundesliga nicht gut damit beraten wäre, wenn man als erste Liga in Europa eine „Salary Cap“ beschließen würde: „Da würden sich die anderen vier Top-Ligen in Europa ins Fäustchen lachen.“

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Auch Max Eberl, Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach, kritisierte die Forderungen der Berliner. „Wir sollten uns lieber zusammen Gedanken machen, bevor einzelne Vereine Positionspapiere rausschicken. Das ist kontraproduktiv“, meinte er. „Ich habe das Papier noch nicht ganz gelesen. Aber grundsätzlich sehe ich die Struktur, die wir haben, als erhaltenswert an“, sagte Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc und sprach sich damit ebenfalls gegen die geforderten Veränderungen vom zweitgrößten Berliner Fußballverein aus.