Rangnick denkt lieber an die Champions League

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Sichtlich angefressen war Ralf Rangnick nach der 0:1-Pleite von RB Leipzig gegen Red Bull Salzburg. Einem möglichen Ausscheiden in der Gruppenphase der Europa League konnte der Trainer der Sachsen dann aber sogar noch einen positiven Aspekt abgewinnen.

„Unser Ziel ist es, nächstes Jahr wieder in der Champions League zu spielen“, erklärte Rangnick. Sollte seine Mannschaft in der Rückrunde nicht mehr international vertreten sein, „verringert das sicher nicht die Chancen, den bestmöglichen Tabellenplatz in der Bundesliga zu belegen“, ergänzte der 60-Jährige und nannte als Beispiel die TSG Hoffenheim. Die Sinsheimer waren in der vergangenen Saison in der Gruppenphase ausgeschieden und qualifizierten sich anschließend als Bundesliga-Dritter für die Königsklasse. Bei einem Ausscheiden Leipzigs gehe daher „ganz sicher nicht die Welt unter“, sagte Rangnick.

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Noch aber darf RB sogar auf das Überwintern in der Europa League hoffen. Zwar belegen die Sachsen einen Spieltag vor Schluss der Gruppenphase nur den dritten Rang. Mit einem Sieg gegen Rosenborg Trondheim und einem zeitgleichen Erfolg Salzburgs gegen Celtic Glasgow allerdings würde RB noch auf Rang zwei springen und damit in die Zwischenrunde einziehen.

„Dem einen oder anderen fehlt der letzte Biss“

Dass sein Team am Donnerstag zum zweiten Mal nach dem 2:3 im Hinspiel gegen Schwesterklub Salzburg unterlegen war, konnte Rangnick verschmerzen – wenn auch mit finsterer Miene. „Ich finde, wir haben ein gutes Spiel gemacht“, sagte der RB-Coach. „Um zu gewinnen, hätten wir ein sehr gutes Spiel machen müssen.“ Dass dies den Leipzigern nicht gelang, habe daran gelegen, so Rangnick, dass „dem einen oder anderen Spieler der letzte Biss gefehlt“ habe. Namentlich nannte er dabei Jean-Kévin Augustin, den er nach gut einer Stunde durch Yussuf Poulsen ersetzt hatte.

„Wirklich enttäuschend“ sei die Niederlage, erklärte derweil Konrad Laimer. Auch der Mittelfeldspieler kritisierte die Leistung des Teams: „Heute hat einfach die letzte Entschlossenheit, der letzte Pass und Abschluss gefehlt. Wir haben auch verhältnismäßig unsauber gespielt.“ Timo Werner meinte: „Wir haben alles reingehauen und gekämpft. Es war klar, wer das erste Tor macht – das wird richtungweisend sein.“