Rangnick fordert defensive Balance

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Bundesligist RB Leipzig trifft am Samstag (15.30 Uhr) vor heimischer Kulisse auf Hannover 96. Personell können die Ostdeutschen dabei aus dem Vollen schöpfen.

Alle Spieler seien unverletzt von den Länderspielen zurückgekommen, erklärte Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick am Donnerstag. Es werde „nach jetzigem Stand keiner verletzungsbedingt ausfallen“. Verzichten wird Rangnick allerdings auf Abwehrspieler Marcel Halstenberg, für den ein Einsatz nach langer Verletzungspause noch zu früh kommt. Für das Spiel gegen Hannover forderte Rangnick eine „gute Balance in der Defensive, vor allem eine gute Verteidigung rund um die eigene Box. Darum wird es am Samstag, aber auch in den nächsten Wochen gehen.“

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Leipzig dürfe seinen Gegnern „nicht mehr so viele Torchancen ermöglichen“ und müsse „selbst häufiger gefährlich vor dem Tor agieren“, forderte der Verantwortliche. Die Marschroute gab Rangnick klar vor: „Wir wollen das Spiel am Samstag auf jeden Fall gewinnen und so mit mehr Selbstvertrauen in die nächsten Partien gehen.“ Der 60-Jährige rechnet damit, dass Hannover im Offensivspiel auf Konter setzen wird.

Gelassenheit trotz des Ärgers um Augustin

Auf die Beschwerde des französischen Verbands FFF wegen des Fernbleibens von Stürmer Jean-Kévin Augustin bei zwei Länderspielen der U21-Nationalmannschaft hat Rangnick gelassen reagiert. „Wir haben klar gesagt, dass wir die Spieler abstellen. Wir haben nicht gesagt, dass er nicht hingeht“, sagte er. Augustin sei auf ihn zugekommen und habe ihm mitgeteilt, dass er „aufgrund der zuletzt vielen Spiele nicht zu diesen Länderspielen möchte. Er hat mir gesagt, dass er es selber mit dem Verband klärt“, erklärte Rangnick. Leipzig habe sich bei der Deutschen Fußball Liga rückversichert, dass keine Gefahr einer Strafe drohe.

Der Ärger der Franzosen soll vor allem deshalb groß sein, weil Augustin vier Tage nach der Absage im Testspiel gegen Zaglebie Lubin (1:0) für den Bundesligisten zum Einsatz kam. Das soll bei der FFF der Grund für die offizielle Beschwerde bei der FIFA gewesen sein. „Es ist ein Unterschied, ob ein Spieler bei uns 45 Minuten im Testspiel spielt oder dort 90 Minuten“, sagte Rangnick. Zudem seien die U21-Spiele mit Reisen verbunden gewesen.

Auch die Kapitänsfrage bei RB ist geklärt. Bei einer internen Wahl setzte sich der bisherige Spielführer Willi Orban mit 17 Stimmen durch. Der Abwehrspieler wird sich das Amt mit den Stellvertretern Diego Demme, Kevin Kampl (beide 14 Stimmen) und Torhüter Péter Gulácsi (8) teilen.