Rangnick: „Wir müssen den Gegner stressen“

Foto: Karina Hessland-Wissel/Bongarts/Getty Images

Noch ein Sieg – und der Europapokal ist endlich erreicht. Nach dem Fehlstart in die Bundesliga drängt RB Leipzig in die Gruppenphase der Europa League. Mit einem Sieg im Play-off-Rückspiel am Donnerstag (18.30 Uhr) gegen Sorja Luhansk wollen die Sachsen die mühsame Ochsentour mit Erfolg beenden.

„Wir müssen gewinnen. Das ist unser Ziel“, erklärte Trainer Ralf Rangnick am Mittwoch. Nach dem 0:0 im Hinspiel erwartet RB defensiv eingestellte Ukrainer. „Wir müssen viel Druck ausüben, den Gegner stressen und ihn zu Fehlern zwingen“, meinte Rangnick. Trotz der Mehrfachbelastung und des missglückten Liga-Starts bei Borussia Dortmund (1:4) ist die Europa League für Rangnick ein wichtiger Wettbewerb. „Es geht um sportliche Ambitionen und darum, Erfahrungen in Europa zu sammeln“, erklärte der Coach. Reichtümer seien dort aber nicht zu verdienen, es sei denn, „man erreicht das Halbfinale“, betonte Rangnick.

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Weiterhin soll der Kader bei RB aufgestockt werden. Flügelspieler Ademola Lookman vom FC Everton gilt nach wie vor als Wunschspieler, dazu wird noch ein defensiver Mittelfeldspieler gesucht. „Wir sind an der Transferfront aktiv und haben noch bis Freitag Zeit. Ich kann jetzt aber nicht sagen, dass es wohl klappen wird“, sagte Rangnick. Die Spieler gehen mit Zuversicht in die Partie am Donnerstag. „Mit dem 0:0 in Luhansk haben wir uns alle Chancen offen gehalten. Jetzt wollen wir den letzten Schritt machen und noch mehr Spiele international bestreiten“, erklärte Stefan Ilsanker. Der Österreicher dürfte im defensiven Mittelfeld von Beginn an spielen, nachdem er in Dortmund ausgesetzt hatte.

Werner hat genug Benzin im Tank

„Auf uns wartet das nächste Highlight. Wir sind optimistisch“, sagte auch Willi Orban, der im Abwehrzentrum wieder die Strippen ziehen wird. „Im Hinspiel hatten wir mehrere hochkarätige Chancen. Die müssen wir jetzt unbedingt nutzen“, forderte der Kapitän. Im Sturm dürfte Nationalspieler Timo Werner erste Wahl sein. Der 22-Jährige war im Hinspiel äußerst agil, traf aber auch nicht ins Schwarze. Gegen Dortmund kam der Stürmer erst zur zweiten Halbzeit, sodass für Donnerstag noch genug Benzin im Tank sein müsste. Marcel Halstenberg (Kreuzbandriss) trainiert zwar wieder mit dem Team, ist aber für das Spiel am Donnerstag „selbstverständlich noch kein Thema“, meinte Rangnick. Emil Forsberg sowie Nordi Mukiele sind zudem angeschlagen und entsprechend fraglich für das Duell. Marcelo Saracchi fehlt nach drei Gelben Karten gesperrt.