Ravet auf dem Weg zum Comeback

Foto: Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images

Nach der letzten Saison, in der Yoric Ravet von mehreren Verletzungen ausgebremst wurde, hofft der Offensivspieler des SC Freiburg in dieser Spielzeit auf sein Comeback in der Bundesliga. Da er nach einem erneuten Muskelfaserriss in der Saisonvorbereitung immer noch Trainingsrückstand aufwies, sammelte er zuletzt Spielpraxis bei der zweiten Mannschaft.

In der Regionalliga Südwest konnte der Franzose nach etwa zehn Monaten mal wieder ein Spiel über 90 Minuten absolvieren. Zuletzt gelang ihm das am letzten Spieltag der Hinrunde der vergangenen Saison, als sich die Freiburger in der Fremde mit 3:3 vom FC Augsburg trennten. Da er der zweiten Mannschaft Freiburgs in zwei Spielen direkt mit zwei Toren weiterhelfen konnte, ist Ravet womöglich schon bald auch wieder ein Thema für die erste Elf von Trainer Christian Streich. Hinzu kommt, dass dem 53-jährigen Übungsleiter in der Offensive die Optionen ausgehen, da Florian Niederlechner mit einer Verletzung am Sprunggelenk mindestens fünf Wochen fehlen wird. Zudem ist noch nicht klar, wann Nils Petersen (Schultereckgelenkprellung) und Tim Kleindienst (Rückenprobleme) wieder ins Training einsteigen können.

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Dabei kommt ein Einsatz in der ersten Mannschaft für den im Sommer 2017 vom BSC Young Boys für knapp fünf Millionen Euro verpflichteten Ravet eigentlich noch zu früh. „Man merkt, dass er vom Läuferischen her noch Zeit braucht“, merkte Streich laut Kicker nach dem Heimspiel gegen den FCA Walldorf an, in dem Ravet der 2:1-Siegtreffer gelang. „Er hat viel verpasst an Metern, Einheiten und Intensität, das hat man im Spiel auch gesehen.“ Ravet, der am Ende der Hinrunde der vergangenen Saison noch zur Startelf der Breisgauer zählte, kann auch in den nächsten Wochen wieder ein wichtiger Faktor werden. An diesem Donnerstag absolviert der Tabellenelfte der Bundesliga ein Freundschaftsspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. „Dann hat er mal drei Spiele in den Beinen, dann kann man mal vorwärts schauen“, sagte Streich, der dem Außenbahnspieler noch Zeit geben will: „Er ist auf dem Weg nach vorne, aber er braucht die Spiele, er braucht Fitness und hundertprozentige athletische Frische, damit er im Bundesliga-Spiel voll gehen kann und keine neue Verletzung kommt.“