RB Leipzig erreicht nach Kraftakt die Europa League

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

RB Leipzig hat sich in die Gruppenphase der Europa League gequält. Der Bundesligist erkämpfte sich im Play-off-Rückspiel gegen den ukrainischen Außenseiter Sorja Luhansk nach einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand noch ein 3:2 (1:1) und darf sich auf weitere Europapokalabende freuen. Das Hinspiel vor einer Woche war 0:0 ausgegangen.

RB-Trainer Ralf Rangnick blieb seinem Rotations-Prinzip treu und wechselte seine Startelf im Vergleich zum Bundesliga-Start bei Borussia Dortmund (1:4) gleich auf sechs Positionen. Timo Werner durfte wieder von Beginn an stürmen – und war gleich am Führungstreffer beteiligt. Nach einem Schuss von Matheus Cunha fälschte Werner den Ball mit dem Fuß ab. Der Treffer wurde dennoch Neuzugang Cunha gutgeschrieben (7.). Wenig später hatte Werner innerhalb von drei Minuten zweimal (18., 21.) das 2:0 auf dem Fuß, doch der 22-jährige Nationalstürmer scheiterte. Danach schalteten die Hausherren einen Gang zurück, das nutzten die Gäste aus der Ukraine für einige gefährliche Angriffe. In der 26. Minute verhinderte Konrad Laimer in höchster Not im eigenen Strafraum vorerst den Ausgleich.

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Doch auch das war kein Weckruf für die Leipziger – und dafür wurden sie neun Minuten später durch das 1:1 bestraft: Nach einer abgefälschten Flanke stand Ibrahima Konaté zu weit weg von Torschütze Rafael Ratão, der problemlos einköpfte (35.). Rangnick verzichtete trotz der schwachen Leistung auf Wechsel zur Halbzeit. Statt eines schnellen Führungstreffers lag RB nach dem Tor von Artem Gordienko (48.) plötzlich mit 1:2 hinten und lief dem Rückstand lange planlos hinterher. Der nach einer Stunde eingewechselte Schwede Emil Forsberg brachte wieder Schwung in der Offensive, die Ukrainer verteidigten aber auch nach dem 2:2 des ebenfalls eingewechselten Jean-Kévin Augustin (69.) leidenschaftlich. Ein weiteres Tor des Franzosen (87.) wurde wegen einer Abseitsstellung zurecht nicht anerkannt, wenig später erlöste Forsberg aber doch noch seine Mannschaft (90., Elfmeter).

Auf welche Gegner die Sachsen in der Vorrunde treffen, steht nach der Auslosung am Freitag (13 Uhr) in Monaco fest. Ein Duell gegen Schwesterklub Red Bull Salzburg ist möglich. Im vergangenen Jahr war Leipzig in dem Wettbewerb nach dem Abstieg aus der Champions League erst im Viertelfinale an Olympique Marseille gescheitert.