Reschke: „Ein bisschen Flunkern gehört dazu“

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Für die Art und Weise der Entlassung von Tayfun Korkut hatte Michael Reschke jüngst Kritik einstecken müssen. Ab und an gehöre eine Lüge im Fußballgeschäft aber dazu, findet der Sportvorstand des VfB Stuttgart.

„Ganz ehrlich: Natürlich gehört das in Extremsituationen auch einmal zu unserem Geschäft. Du kannst ja gar nicht jeden Gedanken öffentlich äußern“, sagte Reschke im Interview der Sport Bild. Noch am vergangenen Samstag hatte er dem Trainer nach dem 1:3 gegen Hannover öffentlich den Rücken gestärkt. Am Sonntagmorgen folgte trotzdem die Trennung von Tayfun Korkut. „Ein bisschen Flunkern gehört dazu“, findet der 61-Jährige. „Es geht grundsätzlich immer nur darum, was das Beste für den Klub ist.“ Dass er nun von der Öffentlichkeit kritisch gesehen wird, gehöre ebenfalls dazu: „Damit kann und muss ich leben“, sagte Reschke.

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Der Korkut-Nachfolger ist bereits gefunden: Am Dienstag wurde die Verpflichtung von Markus Weinzierl bekannt, am heutigen Mittwoch wird der 43-Jährige offiziell vorgestellt. Beim VfB tritt Weinzierl kein leichtes Erbe an: Erst fünf Punkte sammelten die Schwaben aus den ersten sieben Partien und stehen damit auf Rang 18. Nach der Länderspielpause sind Punkte daher eigentlich Pflicht – im Debüt geht es für Weinzierl allerdings gegen Borussia Dortmund (20. Oktober), anschließend wartet die TSG 1899 Hoffenheim (27. Oktober).