Reschke schiebt Pavard-Wechsel einen Riegel vor

VfB-Abwehrtalent Benjamin Pavard hat sich mit einer starken Saison in das Blickfeld europäischer Top-Klubs gespielt. Sportvorstand Michael Reschke will den Franzosen aber keineswegs im Sommer ziehen lassen.

In allen 26 Ligaspielen stand Pavard 90 Minuten auf dem Platz. Der 21-jährige Verteidiger hat großen Anteil daran, dass Stuttgart nach dem FC Bayern München die zweitwenigsten Gegentore der Liga (29) kassiert hat. Kein Wunder, dass der junge Defensivspezialist längst das Interesse der Konkurrenz geweckt hat. Unter anderem sollen Tottenham Hotspur, der FC Liverpool, Borussia Dortmund und RB Leipzig ein Auge auf ihn geworfen haben. Reschke kündigte nun an, alle Avancen abzublocken: „Wenn jetzt im Som­mer ein Klub glaubt, ihn für 30 Millionen Euro Ab­lö­se ver­pflich­ten zu kön­nen, hat sich dieser Klub ge­irrt“, sagte Reschke der Bild. „Wir wür­den noch nicht ein­mal die Tür für ein Ge­spräch öff­nen. Ben­ja­min ist ein Herz­stück un­se­res Teams. Und wir wol­len ihn in der kom­men­den Sai­son auf jeden Fall im VfB-Dress sehen.“

- Anzeige -

Dass der zweimalige französische Nationalspieler nicht für immer beim VfB bleiben wird, ist dem Sportchef freilich bewusst. Einen Abschied im Sommer will er aber verhindern. „Ben­ja­min Pa­vard ist ein­deu­tig auf dem Weg vom Aus­nah­me­ta­lent zum in­ter­na­tio­na­len Top­spie­ler. Wir sind dabei ak­tu­ell der idea­le Klub für ihn – und das fühlt er auch“, meinte Reschke und fügte an: „Wenn dann in der Zu­kunft ein­mal ein Klub der eu­ro­päi­schen Top 10 ech­tes In­ter­es­se an einer Ver­pflich­tung hat, wer­den wir uns se­ri­ös zu­sam­men­set­zen. Das wis­sen Ben­ja­min und sein Be­ra­ter.“ Immerhin: Der VfB hat das Heft des Handelns in der Hand. Pavard hat noch einen Vertrag bis 2021 beim Aufsteiger.

„Neun Punkte müssen die erst mal aufholen“

Die Grundvoraussetzung, um Pavard über die laufende Saison hinaus zu halten, ist der Klassenerhalt. Seit dem Amtsantritt von Cheftrainer Tayfun Korkut haben sich die Schwaben erfolgreich abgesetzt, der Abstand zum Relegationsplatz beträgt mittlerweile satte neun Punkte. „In der Tabelle schaue ich nur nach Mainz und Wolfsburg. Die beiden sind erst einmal unsere erklärten Rivalen“, betonte Reschke laut Kicker. Der FSV und die „Wölfe“ stehen mit jeweils 25 Punkten auf den Plätzen 15 und 16; für den VfB gilt es, den Abstand auf die beiden Klubs weiter zu vergrößern. „Neun Punkte müssen die erst einmal aufholen“, gab sich Reschke forsch. „Denn wir haben nicht vor, die letzten acht Spiele alle zu verlieren.“