Reus macht gegen Wolfsburg den Unterschied

Foto: Ronny Hartmann/Bongarts/Getty Images

Borussia Dortmund hat seine Tabellenführung in der Bundesliga souverän untermauert. Kapitän Marco Reus und Co. bescherten ihrem Trainer Lucien Favre mit einem 1:0 (1:0)-Sieg beim VfL Wolfsburg am 10. Spieltag zudem einen Vereinsrekord. Noch kein Trainer der Westfalen hatte es zuvor geschafft, in den ersten 15 Pflichtspielen einer Saison ohne Niederlage zu bleiben.

Drei Tage nach dem hart erarbeiteten 3:2-Pokalsieg nach Verlängerung gegen Union Berlin veränderte Favre seine Startformation auf gleich neun Positionen und setzte trotz der anstehenden Partie bei Atlético Madrid am Dienstag auf seine Topstars. Im Sturmzentrum begann der zuletzt angeschlagene Paco Alcácer, der in der Anfangsphase aber kaum in Erscheinung trat. Wolfsburg, nach einem 2:0-Sieg in Hannover auch im Achtelfinale des DFB-Pokals vertreten, musste zunächst einen Schreck verdauen. Innenverteidiger John Anthony Brooks traf fast ins eigene Netz (3.). Doch dann kämpften sich die „Wölfe“ in die Partie. Ansatzweise gefährlich für die BVB-Defensive wurde es erstmals nach einem Dribbling von Josip Brekalo, doch Roman Bürki im Dortmunder Tor musste letztlich nicht eingreifen (22.).

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Die Führung durch Reus (27.) spielte der Borussia mit ihren flinken Angreifern in die Karten. Jacob Bruun Larsen und Jadon Sancho entzogen sich wie Reus immer wieder geschickt dem Zugriff der gegnerischen Defensive und stellten Wolfsburg nun vor größere Probleme. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Alcácer nach starkem Reus-Antritt das 2:0 auf dem Fuß, doch der VfL konnte die Situation mit vereinten Kräften noch bereinigen (45.). Nach dem Wechsel agierte die Borussia phasenweise zu passiv und Wolfsburg wurde bei Standards gefährlich. Nach einer Ecke köpfte Brooks im Strafraum die Hand von Dan-Axel Zagadou an, doch ein Pfiff von Schiedsrichter Daniel Siebert blieb aus (54.), kurze Zeit später versuchte es Maximilian Arnold aus der Distanz (58.). Der BVB kontrollierte die Partie weiterhin, doch Wolfsburg blieb bis in die Schlussphase im Spiel – mehr aber auch nicht.