Rossows Engagement eine „Herzensangelegenheit“

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Niels Rossow tritt beim 1. FC Nürnberg die Nachfolge von Michael Meeske als kaufmännischer Vorstand an. Für den 41-Jährigen ist das Engagement beim Bundesligisten eine absolute „Herzensangelegenheit“.

Rossow identifiziert sich als gebürtiger Nürnberger mit dem Verein und hatte in seiner Jugend FCN-Bettwäsche. Seine Idole waren die Ex-Profis Anders Giske und André Golke. In den vergangenen zehn Jahren hatte der studierte Diplom-Kaufmann Franken allerdings den Rücken gekehrt und war in verschiedenen Positionen für adidas in die weite Welt hinausgezogen. „Ich bin froh, wieder zuhause zu sein“, sagte Rossow bei seiner Vorstellung. Es sei eine „tolle berufliche Herausforderung“ und ein „absolutes Privileg, für den 1. FC Nürnberg Verantwortung zu übernehmen“. Der Funktionär folgt ab dem 1. Oktober auf Michael Meeske, der neuer Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg wird und die Nachfolge von Wolfgang Hotze antritt.

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„Ich bin ein Fan, der ‚Club‘ ist mein Verein. Und ich bin bereit, meine Leidenschaft in berufliche Energie umzusetzen“, kündigte Rossow an. Dabei sei ihm gute Vorarbeit geleistet worden, der Verein stünde stabil da. „Das Feld ist bestellt“, lobte der neue Vorstand seinen Vorgänger. Rossow hat bereits einen Plan im Kopf, wie sich die „Marke 1. FC Nürnberg“ weiter ausbauen lässt: „Der ‚Club‘ ist eine einzigartige Gemeinschaft mit loyalen, leidenschaftlichen und kreativen Fans.“ Diese Gemeinschaft sei die stärkste in Franken, wenn nicht sogar ganz Nordbayern. Darauf solle die Vermarktung in Zukunft basieren.

Vorsichtiger Umgang mit der Ausgliederung

Für Rossow ist der FCN nicht nur eine Station im Lebenslauf, der 41-Jährige möchte „den ‚Club‘ langfristig da hinbringen, wo er hingehört“. Dazu müssten allerdings „verschiedene Kapitalflüsse generiert werden“. Eine Möglichkeit wäre die Ausgliederung der Nürnberger Profiabteilung. Diese Angelegenheit wird Rossow aber vorsichtig angehen, er weiß um die Vorbehalte in der Fanszene. „Die Identität des 1. FC Nürnberg soll weiter bestehen“, versicherte er den Anhängern. In einem Interview auf der Vereinshomepage machte er seine Ziele deutlich: „Ich habe ein Plakat gesehen, auf dem stand ‚Für die Welt seid ihr nur irgendwer, für uns seid ihr die Welt‘. Jetzt lasst uns auch der Welt mal zeigen, wer wir sind.“