Rudy und Mendyl als Startelfkandidaten

Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images

Nach zwei wenig überzeugenden Auswärtsspielen zu Saisonbeginn hofft Schalke-Trainer Domenico Tedesco, dass seine Mannschaft in der heimischen Veltins-Arena gegen Hertha BSC zu ihrer Form findet. Zwei Neuzugänge könnten am Sonntag (18 Uhr) direkt ins kalte Wasser geworfen werden.

„Wir freuen uns tierisch auf unser erstes Heimspiel“, sagte Tedesco am Freitag mit Blick auf das anstehende Duell mit dem Hauptstadtklub. „Wir müssen es schaffen, unser Spiel auf den Platz zu bringen und das zeigen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben.“ Der anstehende Gegner flößt dem 32-Jährigen allerdings Respekt ein: „Hertha BSC hat eine gute Vorbereitung gespielt und ist auch gut in die Saison gestartet. Um das Spiel erfolgreich zu gestalten, müssen wir viel abspulen.“

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Tedesco lobte insbesondere die taktische Umstellung der „Alten Dame“ auf ein Spielsystem mit Dreierkette. „Dadurch sind die Berliner noch stabiler als im Vorjahr. Sie haben mit Karim Rekik, Niklas Stark und Jordan Torunarigha drei super Innenverteidiger. Da brennt nicht viel an“, analysierte der Schalker Übungsleiter anerkennend. Ob er sein Team am Sonntag mit Dreier- oder Viererkette spielen lässt, ließ Tedesco offen. Als Schlüssel zum Erfolg sieht er ohnehin weniger ein bestimmtes Spielsystem als „eine gute Mentalität und eine gewisse Aggressivität“.

Tedesco lobt „gute Mischung im Kader“, kein Risiko bei Mascarell

Zudem hat der Deutsch-Italiener vor der Partie gegen Hertha BSC personell die Qual der Wahl. Nach den Transfers von Sebastian Rudy und Hamza Mendyl herrscht auf Schalke ein harter Konkurrenzkampf, denn die beiden Neuverpflichtungen sind laut Tedesco auf Anhieb Startelf-Kandidaten. Rudy bekam von seinem neuen Trainer sogar schon ein Sonderlob. „Er hat eine bewundernswerte Ruhe am Ball und löst sich immer wieder gut aus Drucksituationen. Es gibt nicht viele Spieler, die das so beherrschen“, meinte der S04-Coach, der sich mit seinem Aufgebot für die anstehende Saison gerüstet sieht: „Wir haben eine gute Mischung im Kader. Er ist nicht zu groß und nicht zu klein, jeder Einzelne hat die Chance auf Einsätze.“

Neuzugang Omar Mascarell wird am Sonntag ebenso wie die Langzeitverletzten Benjamin Stambouli (Syndesmosebandverletzung) und Bastian Oczipka (Aufbautraining nach Leisten-Operation) sowie der gesperrte Matija Nastasić nicht zum Einsatz kommen. Der 22-jährige Mittelfeldspieler ist zwar zurück im Mannschaftstraining, soll aber vorerst noch geschont werden. „Wir wollen nichts riskieren, daher ist Omar noch kein Kandidat für den Kader“, ließ Tedesco wissen.