Rummenigge poltert: „Fußball in Wildwest-Manier“

Foto: Christof Stache/AFP/Getty Images

FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat ungewöhnlich harsch die Spielweise der TSG 1899 Hoffenheim im Saison-Auftaktspiel beim deutschen Meister aus München kritisiert. Kritik übte er auch am Video-Assistenten.

„Speziell in der ersten Halbzeit sind die Hoffenheimer Spieler brutal hart eingestiegen. Thiago, Coman und Franck Ribéry wurden permanent gefoult mit dem Ziel, unseren Spielfluss zu unterbrechen“, sagte Rummenigge bei fcb.com, „das war Fußball in Wild-West-Manier. Wenn dann als Ergebnis der beste Spieler auf dem Platz schwer verletzt ausgewechselt werden muss, dann kann ich nur sagen: Nicht jedes Mittel wird durch den Zweck geheiligt, mit Mut hat diese übertriebene Härte nichts zu tun.“ Kingsley Coman hatte durch ein Foulspiel einen Syndesmoseriss erlitten und fällt mehrere Monate aus.

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Rummenigge macht die sportliche Führung der Kraichgauer für das harte Einsteigen bei der 1:3-Niederlage in der Allianz Arena verantwortlich. „Wenn die Ankündigungen von Hoffenheim-Manager Alexander Rosen und Julian Nagelsmann (TSG-Trainer; Anm. d. Red.) dazu führen, dass eine Mannschaft zum Halali gegen unsere Spieler bläst, so wie das Freitag geschehen ist, dann hat das mit Fair Play nichts mehr zu tun“, wetterte Rummenigge. „Grundsätzlich bin ich ein großer Befürworter des VAR. Er macht das Spiel fairer. Ich habe allerdings den Eindruck, dass der DFB bei der Umsetzung professionelle Strukturen aufbauen sollte“, sagte er. Seit zwei Jahren werde nun an diesem Thema gearbeitet, „und es läuft trotzdem nicht wie gewünscht rund, führt immer wieder zu Diskussionen und Kritik in der Öffentlichkeit. Die Schiedsrichter werden hier im Stich gelassen“, meinte der Ex-Nationalspieler.