Rummenigge sieht „keinen Dissens“ mit Boateng

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Nach dem erfolgreichen Champions League-Auftakt des FC Bayern München bei Benfica Lissabon (2:0) hat sich Karl-Heinz Rummenigge zur jüngsten Kritik von Jérôme Boateng geäußert. Der Verteidiger dürfe jederzeit das Gespräch mit der Vereinsführung suchen, sagte der Vorstandschef, es gebe keinen Dissens.

„Grundsätzlich habe ich kein Problem, wenn ein Spieler meint, er müsste mal etwas Kritisches in Richtung von Uli Hoeneß oder mir sagen, das ist Spielern bei uns durchaus gestattet“, sagte Rummenigge am Mittwochabend. Boateng hatte zuvor im Interview der Süddeutschen Zeitung erklärt, er habe in kritischen Phasen die Unterstützung seines Klubs vermisst. Daher werde er zeitnah noch mal das Gespräch mit der Vereinsführung suchen (Lattenkreuz berichtete). „Wenn er mit uns sprechen will, kann er gern sprechen“, erklärte Rummenigge zu dieser Ankündigung. „Ich glaube nicht, dass wir etwas versäumt haben. Es gibt überhaupt keinen Dissens. Unser Büro steht immer auf.“

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Ohnehin glaube Rummenigge, es sei keine Thematik, die im Kern den FC Bayern betreffe. „Die Problematik hat glaube ich gar nichts mit dem FC Bayern zu tun, sondern mit dem DFB“, sagte der 62-Jährige. Nach dem „fürchterlichen Spruch“ von AfD-Politiker Alexander Gauland („Die Leute wollen einen Boateng nicht als Nachbarn“) sei „ein bisschen was in die falsche Richtung gelaufen. Und das hat eigentlich nichts mit dem FC Bayern zu tun“, sagte Rummenigge. „Wir haben am Ende des Tages da ein bisschen die Zeche zahlen müssen, aber auch das haben wir gut überstanden.“