Rummenigge: „Wunsch von allen, dass wir lange zusammenarbeiten“

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge träumt bereits vom Weihnachtsfest mit Niko Kovač, doch der Trainer des FC Bayern München arbeitet trotz der Treuebekundungen aus der Chefetage weiter auf Bewährung. Am Ende des Tages müssen nämlich vor allem die Ergebnisse stimmen.

„Platz fünf ist nicht der Platz, der am Ende der Saison belegt werden darf“, sagte selbst Kovač-Fan Rummenigge über den Coach. Dieser muss nach dem Achtelfinal-Einzug in der Champions League mit dem überzeugenden 5:1 gegen Benfica Lissabon nun endlich auch in der Liga punkten. Mit dem Spiel beim SV Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr) stehen dort vor Weihnachten noch fünf Begegnungen an, in denen der Rückstand von neun Zählern auf Borussia Dortmund möglichst reduziert werden soll. Nur dann säße Kovač wieder fester im Sattel – und Rummenigge zufrieden unterm Baum.

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„Das ist mir selbst auch bewusst“, sagte Kovač über Rummenigges Ansage, „der FC Bayern muss immer unter den ersten Vier sein, das ist das Minimum, was wir wollen. Wir müssen zusehen, dass wir da so schnell wie möglich wieder reinrutschen und weiter nach oben klettern.“ Kovač bekam von Rummenigge aber auch Zuspruch. „Es ist der Wunsch von uns allen beim FC Bayern, dass wir lange mit Niko Kovač zusammenarbeiten“, sagte er der Abendzeitung. „Ich wünsche mir, dass er nicht nur an Heiligabend 2018 unser Trainer ist, sondern auch an Heiligabend 2019 und 2020.“ Kovač kämpfe und sei „bereit, ein paar Dinge zu verändern. Und er muss auch ein paar Dinge verändern“, ergänzte Rummenigge. Welche dies sein könnten, deutete Kovač am Freitag an. So will er weiterhin auf die gegen Lissabon mit Erfolg eingeführte Doppel-Sechs setzen, um den „Durchzug“ nach Ballverlusten zu minimieren.

Bayern in Bremen wieder mit Trio um Coman

Außerdem plant er, die einst geliebte Rotation auf ein Mindestmaß zu beschränken. Kovač sprach von einem „Gerüst, wo der Großteil Fixstarter ist und der ein oder andere reinkommt“. Bei den seit vier Spielen sieglosen Bremern stehen ihm dafür in Kingsley Coman, Thiago und Serge Gnabry gleich drei Profis wieder zur Verfügung, die zuletzt teilweise länger gefehlt hatten. Mats Hummels hat dagegen nach einem Magen-Darm-Infekt noch Trainingsrückstand und blieb in München. Kovač machte klar, was er von seiner Mannschaft erwartet. „Um nicht völlig den Anschluss zu verlieren – ich rede nicht über Dortmund, sondern über die anderen, die vor uns sind –, müssen wir performen, da ist jeder Einzelne gefragt“, sagte er.

Das soll auch für die vermeintliche teaminterne Opposition gelten. Kovač widersprach erneut Berichten, wonach vier Profis gegen ihn seien. „Es sollte etwas suggeriert werden, was so in der Form nicht ist. Ich kann wirklich mit jedem, habe gegen niemanden etwas“, sagte er. Und überhaupt: „Vier von 20, das sind 20 Prozent“, rechnete Kovač vor, „wenn Sie in der Politik 20 Prozent hätten und der Gegner 80, wäre das eine absolute Mehrheit.“