Şahin als Teil der Bremer Siegermentalität

Foto: nordphoto

Bei seinem Debüt im Werder-Trikot musste Nuri Şahin eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Dessen ungeachtet soll der Ex-Dortmunder aber die neu propagierte Siegermentalität bei den Norddeutschen stärken.

Am Morgen nach Şahins Testspiel-Debüt gehörte sein neuer Klub zu den ersten Gratulanten – nicht nur für den Einstand in Grün-Weiß. „Die Null muss stehen. Alles Gute zu deinem Ehrentag“, twitterte der SV Werder Bremen und würdigte damit den 30. Geburtstag des Ex-Dortmunders, mit dessen Verpflichtung die Hanseaten die diesjährige Transferperiode spektakulär abgeschlossen hatten. Vergessen war da die 1:2-Niederlage in Leer gegen den niederländischen Erstligisten FC Emmen, bei der der einstige türkische Nationalspieler erstmals das Werder-Trikot trug. Şahin agierte dabei 90 Minuten lang eher unauffällig, was Trainer Florian Kohfeldt aber nicht im Geringsten störte.

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„Nuri hat eine Großchance vorbereitet mit einem Ball in die Tiefe, den ich lange von uns so nicht gesehen habe. Er hat ganz viele Bälle gewonnen, ich bin sehr zufrieden mit ihm“, sagte der Coach, der ganz spezielle Erwartungen an seinen aktuellen Neuzugang hat: „Nuri soll sein unglaubliches Gefühl für den Spielrhythmus einbringen. Ich hoffe, dass er seinen Mut beibehält, sich in engen Räumen anspielen zu lassen.“ Für den immer noch jüngsten Debütanten der Bundesliga-Geschichte war das Testspiel in Ostfriesland nicht mehr als ein erstes Abtasten mit den neuen Mitspielern. Şahin freute sich, dass er die komplette Spielzeit auf dem Rasen verbringen durfte. Für den Mittelfeldspieler zählt jede Minute.

„Sehe mich nicht als Back-up“

„Das ist sehr wichtig für mich, damit ich die anderen Spieler und die Abläufe kennenlerne, das geht nicht von heute auf morgen. Ich brauche jetzt die nächsten Einheiten und das Testspiel am Wochenende. Dann sind wir einen großen Schritt weiter“, sagte Şahin. Am Samstag (15 Uhr) trifft der Bundesligist in Cloppenburg auf den Drittligisten SV Meppen. Elementar für seine Entscheidung für den Wechsel sei die Aufbruchstimmung der Bremer gewesen: „Damit kann ich mich sehr gut identifizieren. Für das Ziel Klassenerhalt wäre ich nicht gekommen. Schließlich bin ich im besten Fußballeralter und sehe mich nicht als Back-up.“