Sammer: „DFB und DFL fehlen Kompetenz“

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Matthias Sammer sieht bei der Neuausrichtung des deutschen Fußballs im Anschluss an das WM-Debakel von Russland weitaus mehr Defizite bei DFB und DFL als bislang diskutiert. Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff alleine könnten die Wende nicht herbeiführen.

„Mir fehlt die Kompetenz bei DFB und DFL, die beide die Struktur des deutschen Fußballs vorgeben“, sagte Sammer der Sport Bild. „Löw ist als Trainer nur ein Teil des Systems, Oliver Bierhoff sehe ich mehr für die Management-Themen rund um die Nationalmannschaft verantwortlich“, ergänzte der 50-Jährige. Auch ein neuer Sportdirektor – den Posten hatte Sammer von 2006 bis 2012 selbst beim DFB inne – würde das Problem allein nicht lösen. „Die Diskussion, die jetzt aus der Not heraus geboren ist zwischen DFB, DFL und den Klubs, kann nur der Start zu einer Neuorientierung sein“, sagte Sammer.

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Der Europameister von 1996 forderte „mehr Fußballkompetenz im Verband“. Dieser müsste die Richtlinien auf allen Ebenen wie Trainer- und Jugendausbildung festlegen. Dabei müsste es sich um fachliche Typen handeln, „die wissen, wie Gewinnen geht“.