Sammer und Kehl bringen den BVB auf Vordermann

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Mit der Einbindung von Matthias Sammer und Sebastian Kehl ist Borussia Dortmund offenbar ein Glücksgriff gelungen. Die Handschrift der beiden ehemaligen BVB-Profis ist bereits deutlich erkennbar.

Da war er wieder, der Mahner. Es sei vieles in Ordnung, sagte Sammer jüngst über die derzeitige Situation beim Bundesliga-Tabellenführer: „Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt.“ Genau deshalb hat ihn der achtmalige deutsche Meister als externen Berater zurückgeholt. Der frühere Dortmunder Meisterspieler und -trainer soll den Finger in die Wunde legen, auch unangenehme Dinge offen ansprechen und seine Einschätzungen zu Transfers geben. Der 51-Jährige hat sich als Glücksgriff erwiesen – ebenso wie Kehl, der als Leiter der Lizenzspielerabteilung als Bindeglied zwischen Mannschaft und Vereinsführung fungiert.

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„Was ich mit den Spielern bespreche, bleibt unter uns. Ich will Vertrauen aufbauen und eine Bindung schaffen, die geprägt ist von Offenheit, Ehrlichkeit und Kommunikation“, sagte der langjährige BVB-Kapitän zuletzt im Interview mit der Sport Bild. „Gleichzeitig habe ich in den Gesprächen die Möglichkeit zu erklären, wo ich ihnen helfen kann und was wir als Verein von ihnen erwarten.“ Das funktioniert bisher ausgezeichnet: Die Liga führt der BVB nach acht Spielen mit drei Punkten Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach an. Und auch in der Champions League liegen die Dortmunder vor dem Spiel gegen Atlético Madrid am Mittwochabend (21 Uhr) klar auf Achtelfinal-Kurs.

Ex-Profis als „Glücksgriffe“ für Dortmund

Die Stimmung im Verein ist entsprechend gut, Sammer und Kehl haben daran ihren Anteil. „Sebastian Kehl und Matthias Sammer sind zwei Glücksgriffe und befruchten Verein sowie Mannschaft mit ihrem Wissen, Instinkt und ihrer Erfahrung. Sie kennen diesen Verein und haben dort selbst große Erfolge gefeiert. Sie wissen, was gefragt ist“, schrieb Lothar Matthäus bei skysport.de. Undiszipliniertheiten, wie sie sich Pierre-Emerick Aubameyang immer wieder leistete, scheinen der Vergangenheit anzugehören.

Die Spieler müssen sich an klare Regeln halten. Kehl fordert, dass die Profis „ambitioniert, leidenschaftlich und miteinander“ auftreten. Sammer ist begeistert, wie der 38-Jährige seine Rolle ausfüllt. Da die Trainer nicht mehr „in der Lage“ seien, „alles selbst zu lösen“, sei eine Person wie Kehl wichtig. Dieser sei „sehr nah an der Mannschaft, um mit den Spielern zu reden und diese zu unterstützen“. Daraus resultiere „eine Verbesserung, die fünf Prozent der Qualität der Mannschaft erhöht“, so Sammer, der zu dem Schluss kommt: „So wie sich der Fußball in den letzten Jahren entwickelt hat, ist der BVB perfekt aufgestellt.“