Schäfer bestätigt: „Cornet ist einer von mehreren Kandidaten“

Foto: Jeff Pachoud/AFP/Getty Images

Sportdirektor Marcel Schäfer hat das Interesse des VfL Wolfsburg an Maxwel Cornet von Olympique Lyon bestätigt. Auch über Skandalprofi Kaylen Hinds äußerte sich der 34-Jährige am Dienstag.

Noch zehn Tage bleiben den Niedersachsen, um die gewünschte Verstärkung für die offensiven Außenbahnen unter Vertrag zu nehmen. Bereits vor einer Woche berichtete Lattenkreuz erstmals über ein VfL-Interesse an Cornet. „Er ist ein sehr, sehr guter Spieler, der mit 21 Jahren schon sehr gute Leistungen gezeigt hat“, erklärte Schäfer laut Kicker. „Er ist für uns sehr interessant, passt in unser Anforderungsprofil, gar keine Frage. Das ist jemand, der uns echt weiterhelfen könnte.“

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Allerdings sei der Lyon-Profi nicht der einzige Kandidat auf die vakante Stelle. „Wir haben zwei, drei Kandidaten im Auge, bei denen wir sagen: Die passen absolut in unser Anforderungsprofil. Es wäre fahrlässig, sich auf einen Spieler zu versteifen“, sagte Schäfer. „Wir würden keinen holen und mal gucken, wie er sich in den nächsten zwei, drei Jahren entwickelt. Wir wollen einen, den du gleich reinschmeißen kannst und der unserem Spiel seinen Stempel aufdrückt.“ Aus Frankreich ist zu hören, dass der VfL 19 Millionen Euro sowie eine Weiterverkaufsbeteiligung von 20 Prozent für Cornet bietet. Noch zu wenig. Außerdem zog sich Lyon-Talent Amine Gouiri kürzlich einen Kreuzbandriss zu und verschärfte damit die personelle Lage im Offensivbereich der Franzosen. Deshalb wolle man Cornet vorerst (noch) nicht ziehen lassen.

Fall Hinds: Ein Thema für die Rechtsabteilung

„Jeder Spieler ist herzlich willkommen, der sich hier weiterentwickeln möchte und sagt, Wolfsburg ist jetzt der richtige Schritt in meiner Karriere. Ist eine der ersten Fragen, wie viel er verdienen kann, dann sind wir schon beim falschen Spieler gelandet“, meinte Schäfer und fügte an: „Wenn er kommt und sagt, Wolfsburg finde ich super und ich gebe jetzt mal richtig Vollgas, und dann bin ich irgendwann mal bei einem Top-Klub, dann ist er herzlich willkommen.“ Eine Entscheidung noch in dieser Woche scheint möglich, „aber es bricht keine Welt zusammen, wenn wir keinen mehr holen. Wir sind zufrieden mit unserer Truppe“, betonte Schäfer. Unzufrieden ist die sportliche Führung mit dem Verhalten von Offensivtalent Hinds. Seit Wochen weilt der 20-Jährige aufgrund eines angeblich verlorenen beziehungsweise gestohlenen Passes in seiner Heimat.

„Anscheinend gestaltet es sich ein bisschen schwieriger, wenn du den Pass verloren hast beziehungsweise wenn er als gestohlen gemeldet wurde“, sagte Schäfer, schränkte jedoch ein: „Es ist kein Geheimnis, dass man nicht so lange braucht, einen Pass zu beantragen. Da gibt es auch andere Wege und Möglichkeiten. Es kann auch sein, dass viel Pech in der Sache drinsteckt.“ Eine Zukunft des Engländers in Wolfsburg gilt als extrem unwahrscheinlich. „Wenn er hier ist, werden wir uns ausführlich zusammensetzen und analysieren, was da alles schiefgelaufen ist. Aber klar ist, dass was schiefgelaufen ist, und das kann man so nicht machen. Dass wir so etwas nicht einfach hinnehmen, ist auch klar“, sagte Schäfer. Der Fall Hinds ist unlängst ein Thema für die Rechtsanwälte des Klubs geworden. „Selbstverständlich sichern wir uns da ab“, betonte Schäfer.