Schäfer versichert: Funkel steht nicht zur Disposition

Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images

Die Lage ist dramatisch, die Perspektive unheilvoll – aber trotz der anhaltenden Krise bei Fortuna Düsseldorf muss sich Trainer Friedhelm Funkel offenbar vorerst keine Sorgen um seinen Job machen.

„Diese Frage stellt sich nicht. Unser Trainer sitzt fest im Sattel“, sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer voller Überzeugung nach der bitteren 0:3 (0:1)-Niederlage des Aufsteigers gegen einen keineswegs überzeugenden VfL Wolfsburg. Schäfer versicherte, dass auch weitere Rückschläge des Tabellenletzten im DFB-Pokal bei Regionalligist und Frankfurt-Bezwinger SSV Ulm sowie in der Liga gegen die Top-Teams Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC und den FC Bayern München nichts an Funkels Jobgarantie ändern würden. „Ich glaube nach wie vor an unsere Mannschaft, an unsere Spieler und an unsere Trainer“, äußerte der 42-Jährige in Absprache mit dem mächtigen Aufsichtsrat.

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Funkel bemühte sich nach der vierten Heimpleite in dieser Saison, das Positive aus dem Match herauszufiltern. „Wir haben uns gegenüber dem 1:7 bei Eintracht Frankfurt deutlich besser präsentiert, aber wieder mal unsere Chancen nicht genutzt“, sagte der 64-Jährige, der auf Schiedsrichter Daniel Schlager stinksauer war. „Das war nie und nimmer ein Elfmeter, das ist keine aktive Handbewegung“, meinte Funkel nach mehrmaliger Ansicht der TV-Bilder zum vermeintlichen Handspiel von Rouwen Hennings, das der Referee mit einem Strafstoß ahndete, den Wout Weghorst eiskalt verwandelte (41.). Dies sei aber keine Erklärung und erst recht keine Entschuldigung für die Pleite, die Josip Brekalo (73.) und Daniel Ginczek (80.) perfekt gemacht hatten, fügte Funkel fairerweise hinzu.

Die Historie macht kaum Mut

Dafür seien die eigenen Unzulänglichkeiten verantwortlich, betonte der Coach, der fast schon hilferufend konstatierte: „Wir sind alles keine Zauberer und müssen uns alles hart erarbeiten.“ Angst macht ihm der Tabellenstand nach neun Runden noch nicht. „Der Rückstand zum rettenden Ufer ist zum Glück nicht zu groß, sodass wir schnell wieder den Anschluss finden können“, sagte Funkel. Angesichts der kommenden Aufgaben scheint das allerdings eine Herkulesaufgabe zu sein, wie auch Adam Bodzek bestätigte. „Wir wissen, dass die nächsten Spiele nicht einfacher werden. Aber wir dürfen uns jetzt nicht selbst zerfleischen und müssen weiter an uns glauben“, meinte der Ersatzkapitän. Die nackten Zahlen dürften der Fortuna aber kaum Mut machen. Das letzte Mal, als Düsseldorf fünf Bundesliga-Spiele hintereinander verlor, war in der Saison 2012/2013, die mit dem Abstieg endete.