Schalke gegen den Frust und Porto

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Der FC Schalke 04 will im Champions League-Spiel gegen den FC Porto am Dienstag (21 Uhr) den Bundesliga-Frust vergessen. Einfach wird die Aufgabe vor heimischer Kulisse aber keinesfalls.

Drei Bundesliga-Spiele, drei Niederlagen. Königsblau startete denkbar schlecht in die Saison und muss sich aktuell mit Platz 17 abfinden. Die Königsklasse bietet nun aber die Chance, dem Alltag für einen Moment zu entfliehen und sich in einem anderen Wettbewerb Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben in der Liga zu holen. Trainer Domenico Tedesco betonte im Vorfeld, dass er sich die Freude auf die Champions League trotz des Fehlstarts nicht nehmen lassen wolle. Er und seine Mannschaft hätten sich die Spiele auf Europas größter Fußball-Bühne in der letzten Spielzeit hart erarbeitet. Personell kann der Deutsch-Italiener auf beinahe alle seine Spieler zurückgreifen. Lediglich die Langzeitverletzten Benjamin Stambouli und Bastian Oczipka werden fehlen.

- Anzeige -

Der FC Porto befindet sich in einer komplett anderen Lage als Schalke. Vier ihrer bisherigen fünf Pflichtspiele gewannen die Portugiesen in der laufenden Spielzeit, zuletzt gab es einen souveränen 3:0-Erfolg gegen den FC Moreirense. In der Tabelle ist Porto mitten drin im Rennen um die vorderen Plätze. Mit neun Punkten steht der kommende Gegner der Schalker auf dem vierten Tabellenplatz; nur ein Zähler trennt Porto von Tabellenführer Benfica Lissabon. Der Trumpf der Portugiesen ist ihre Offensive. In den bisherigen vier Ligaspielen traf der Champions League-Sieger von 2004 satte 13 Mal. Spaniens Torwartlegende Iker Casillas schreibt derweil Champions League-Geschichte. Der 37-Jährige startet am Dienstagabend auf Schalke als erster Spieler in seine 20. Saison in der Königsklasse.

FC Schalke 04: Fährmann – Sané, Naldo, Nastasić – Rudy, Bentaleb – Caligiuri, Serdar, Mendyl – Uth, Burgstaller

FC Porto: Casillas – Maxi Pereira, Felipe, Militão, Alex Telles – Herrera, Sergio Oliveira – Otavio, Brahimi – Marega, Aboubakar

Schalke geht aufgrund des schwachen Saisonstarts nur als Außenseiter in die Partie im Dienstag. Die Erinnerungen an Porto sind allerdings gut: 2008 zogen die „Knappen“ nach zwei Duellen mit den Portugiesen im Achtelfinale aufgrund eines überragenden Manuel Neuers ins Viertelfinale ein.