Schalke gewinnt in Mainz mit 1:0

Der FC Schalke 04 besiegte am Freitagabend den 1. FSV Mainz 05 auswärts mit 1:0 (0:0). Daniel Caligiuri erzielte nach einem feinen Solo den Siegtreffer für die „Knappen“, die damit den zweiten Tabellenrang festigten.

FSV-Coach Sandro Schwarz veränderte seine Anfangsformation nach dem 0:0 beim Hamburger SV am vergangenen Wochenende auf vier Positionen. Nigel de Jong, Karim Onisiwo, Daniel Brosinski und Anthony Ujah starteten. Leon Balogun (Gelb-Rot-Sperre) und Giulio Donati (Oberschenkelverhärtung) mussten aussetzen. Gerrit Holtmann und Yoshinori Mutō saßen auf der Bank. Auch Schalke-Trainer Domenico Tedesco wechselte im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Hertha BSC viermal. Weston McKennie gab nach überstandenem Innenbandriss im Knie sein Comeback. Außerdem kehrten Thilo Kehrer nach grippalem Infekt, Guido Burgstaller nach abgesessener Gelbsperre und Alessandro Schöpf in die Startelf zurück. Benjamin Stambouli, Bastian Oczipka, Max Meyer und Breel Embolo nahmen dafür zunächst auf der Bank Platz.

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Der Anpfiff verzögerte sich um einige Minuten, da aus dem Gästeblock Rauchschwaden auf das Spielfeld zogen, die die Sicht stark einschränkten. Als es dann endlich losging, verbuchten die Gelsenkirchener die erste Gelegenheit: Caligiuri versuchte sich mit einem Distanzschuss (5.). Mainz-Keeper Florian Müller, der erneut den Vorzug vor René Adler bekommen hatte, konnte den mittigen Abschluss souverän festhalten. Abgesehen von dieser Chance für die „Knappen“ waren es allerdings eher die Hausherren, die offensiv und mutig begannen. Insgesamt war die schwache Anfangsphase aber von kleinen Fouls, Unterbrechungen und beiderseitigen Fehlern im Aufbauspiel geprägt.

Nach einer guten Viertelstunde hatte der FSV Glück, dass Schiedsrichter Dr. Felix Brych bei einem Handspiel von Danny Latza im Strafraum nicht auf Elfmeter für Schalke entschied (17.). Richtig gefährlich wurde es erstmals nach einer knappen halben Stunde: Robin Quaison setzte aus 16 Metern in halblinker Position zum Drehschuss an. Abgefälscht von Kehrer senkte sich der Ball nur haarscharf am langen Eck des Schalker Tores vorbei (28.). In der Folge übernahmen die Königsblauen vermehrt die Kontrolle über die Partie. Beide Teams konnten sich vor der Halbzeitpause jedoch keine Torchancen mehr herausspielen und beendeten einen Durchgang, der arm an Höhepunkten gewesen war, leistungsgerecht mit 0:0.

Caligiuris Einzelaktion entscheidet die Partie

Beide Trainer wollten ihrer Mannschaft zur Pause mehr Offensivdrang verleihen. Bei den Gelsenkirchenern kam Leon Goretzka für Schöpf in die Partie, aufseiten der Mainzer ersetzte Alexandru Maxim Latza. Und diese Maßnahmen fruchteten sofort. Ujah flankte kurz nach Wiederanpfiff von der rechten Seite, Brosinski traf am langen Pfosten nur das Außennetz (48.). In Führung gingen dann aber die Gäste. Caligiuri setzte 30 Meter vor dem Mainzer Kasten zu einem starken Solo an, umkurvte drei Verteidiger und schlenzte den Ball schließlich von der Strafraumkante ins lange Eck (55.).

FSV-Coach Schwarz reagierte auf den Rückstand, brachte den Stürmer Mutō für den Mittelfeldakteur de Jong (65.) und beorderte seine Mannen nach vorne. Suat Serdar prüfte S04-Schlussmann Ralf Fährmann zweimal kurz hintereinander, der Torhüter konnte beide Male parieren (65./68.). In der Folge erhöhten die Gastgeber den Druck auf die Schalker Hintermannschaft. Der eingewechselte Levin Öztunali hatte kurz vor Schluss nach schönem Zuspiel von Brosinski die große Chance auf den Ausgleich. Fährmann konnte seinen Abschluss auf das linke obere Eck aber noch zur Seite lenken (84.).

Die Mainzer intensivierten zum Ende der Partie ihre Bemühungen und hätten den Ausgleich absolut verdient gehabt. Der FC Schalke 04 dagegen präsentierte sich einmal mehr sehr effizient und konnte den Sieg letztlich über die Zeit retten. Damit hat der Tabellenzweite nun vier Punkte Vorsprung vor dem BVB auf Rang drei.