Schalke startet mit Remis in die Königsklasse

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Der FC Schalke 04 hat zum Auftakt der Champions League-Gruppenphase einen Punkt gegen den FC Porto eingefahren. Die „Knappen“ zeigten beim 1:1 (0:0) eine Leistung, die Königsblau Hoffnung macht. S04 zeigte sehr viel Wille und Einsatz, lediglich im Spiel nach vorne reichte es nicht ganz.

Im Vergleich zum 1:2 in Gladbach am 3. Bundesliga-Spieltag nahm S04-Trainer Domenico Tedesco vier Veränderungen an seiner Startelf vor: Alessandro Schöpf, Suat Serdar, Weston McKennie und Breel Embolo begannen anstelle von Hamza Mendyl, Franco Di Santo, Sebastian Rudy und Guido Burgstaller, die alle auf der Bank saßen. Porto gewann am letzten Liga-Spieltag mit 3:0 gegen den FC Moreirense. Gemessen am klaren Erfolg veränderte Trainer Sérgio Conceição seine Startelf kaum, es gab lediglich eine Neuerung: Sérgio Oliveira wurde durch Danilo Pereira ersetzt.

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Schalke kam gut in die Partie und zeigte früh viel Präsenz. Torraumszenen gab es in der Frühphase der Partie aber nicht. Die erste Chance jedoch hätte größer nicht sein können: Nachdem Naldo den Ball an die Hand bekommen hatte, gab es einen umstrittenen Elfmeter für Porto (12.). Alex Telles trat an, aber Ralf Fährmann parierte stark (13.). In Folge des Strafstoßes kamen die Gäste besser ins Spiel, doch Schalke hatte seinen ersten Abschluss. Naldo erzeugte mit dem Kopf aber keine Gefahr (20.). Nach dem Versuch des Innenverteidigers wurde Königsblau wieder mutiger. Serdar probierte es mal mit der Picke, doch Iker Casillas war auf dem Posten (27.).

Königsblau fehlen die zündenden Ideen

Schalke investierte viel. Die „Knappen“ gingen weite Wege und zeigten eine engagierte Leistung. Nach vorne ging bei den Königsblauen jedoch nicht allzu viel. Nach guten Ballgewinnen, von denen S04 einige hatte, fehlten zu oft die Ideen. Die Heimelf setzte auf lange Pässe und versuchte dann, die zweiten Bälle zu erobern. Dies gelang nur selten. Was fehlte, waren das Risiko und die flachen Zuspiele in die Spitze. Dennoch konnte die nach drei Bundesliga-Niederlagen zum Auftakt verunsicherte Schalker Mannschaft mit dem ersten Abschnitt zufrieden sein.

Porto kam mit einer Riesenchance aus der Kabine. Die Gäste spielten einen Freistoß kurz aus und überlisteten Schalke damit komplett. Nach einer flachen Hereingabe brachte Felipe den Ball aus kürzester Distanz mit der Schulter aufs Tor, doch Fährmann stand richtig und wehrte ab (47.). S04 musste sich im zweiten Abschnitt erst einmal fangen, hatte dies nach rund zehn Minuten aber geschafft. Die „Knappen“ kamen zu mehreren guten Ansätzen, doch fehlten weiterhin die letzten paar Prozentpunkte.

Embolo bringt Schalke in Front

Dennoch wurde Schalke nun immer mutiger. Embolo hatte eine gute Schussmöglichkeit, setzte den Ball jedoch über den Kasten (62.). Mit seiner nächsten Chance netzte der Schweizer aber ein: Nabil Bentaleb gewann die Kugel am eigenen Sechzehner und schlug sie weit nach vorne. Serdar leitete mit viel Einsatz und etwas Glück auf die rechte Seite zu McKennie weiter, der Embolo in der Mitte bediente. Der junge Stürmer blieb vor Casillas cool und traf zur Führung (64.). Kurz darauf nahm Tedesco Mark Uth vom Feld und brachte mit Yevhen Konoplyanka einen starken Konterspieler (65.).

Torschütze Embolo, der sehr viel gelaufen war, durfte nach 72 Minuten Feierabend machen. Für ihn kam der Österreicher Burgstaller. Ein vermeintliches Foul von Naldo an Moussa Marega bescherte Porto den nächsten Elfmeter (74.). Auch in dieser Szene machte Schiedsrichter Jesús Gil Manzano mit seiner Entscheidung nicht die beste Figur; Naldo hatte den Stürmer der Gäste maximal leicht touchiert. Otávio war es egal, er glich die Partie aus (75.). Mit dem Remis gab sich Tedesco nicht zufrieden. Er wechselte mutig und brachte Amine Harit für Serdar (84.). In der Schlussphase kam Konoplyanka noch zu einer Möglichkeit: Bedient von Schöpf probierte es der Ukrainer direkt, doch der Ball wurde abgeblockt (89.). So endete das Spiel remis.