Schöpf stand vor dem Schritt nach Gladbach

Alessandro Schöpf wird nach einer langen Verletzung in Kürze sein Comeback für den FC Schalke 04 feiern. Die Vereinslaufbahn des Österreichers hätte allerdings auch ganz anders aussehen können als sie es aktuell tut.

Im Jahr 2013 bekam Schöpf beim FC Bayern München einen Profivertrag vorgelegt, nachdem er beim Rekordmeister zuvor die Jugendmannschaften ab der B-Jugend durchlaufen hatte. „Es war auf der einen Seite eine große Ehre, einen Profivertrag von den Bayern vorgelegt zu bekommen. Da dachte ich schon, ich bin wirklich nah dran“, erklärte der Rechtsaußen in einem Interview mit Spox. Trotz aller Euphorie schaffte es der heute 23-Jährige letztlich aber nicht, sich in der ersten Mannschaft durchzusetzen. „Man merkt aber genauso schnell, dass es in meinem jungen Alter und mit dieser Erfahrung fast unmöglich ist, irgendwie in die erste Mannschaft hineinzurutschen“, sagte der Schalker.

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Im Sommer 2014 folgte daher der Schritt in die 2. Bundesliga, wo sich Schöpf dem 1. FC Nürnberg anschloss. „Ich wäre mit den Bayern-Amateuren in das dritte Jahr Regionalliga gegangen. Ich hatte aber das Gefühl, dass das nicht förderlich für mich ist und wollte den nächsten Schritt gehen. Die Zwischenlandung in der 2. Liga bei Nürnberg ergab mehr Sinn, der Sprung war nicht so riesig“, gab der Dauerläufer weiter zu Protokoll.

Streit um Kurt ließ Wechsel an den Niederrhein platzen

Dieser Transfer war entscheidend für die Karriere des Nationalspielers, denn auch Borussia Mönchengladbach bemühte sich damals um den 23-Jährigen, wie dieser verriet: „Im Winter kam Max Eberl nach München und hat sich das Amateurderby zwischen Bayern und 1860 angeschaut. Nach dem Spiel haben wir uns getroffen und er meinte: Vor dem Spiel wollten wir dich zu 90 Prozent, jetzt zu 100 Prozent. Es hieß, man sei absolut überzeugt von mir.“

Der Wechsel des Österreichers scheiterte allerdings, da sich die „Fohlen“ und der Rekordmeister aufgrund des Wechsels von Sinan Kurt zerstritten, der sich ohne Wissen der Borussia mit Münchens damaligem Sportdirektor Matthias Sammer getroffen hatte und in der Folge an die Isar wechselte. „So hat sich das dann zerschlagen, zwischen den Vereinen passte es auf politischer Ebene in diesem Fall nicht mehr so richtig“, erklärte Schöpf.