Schürrle: „Das macht mich frischer und wacher“

Keine einfache Zeit durchlebte André Schürrle seit seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund im Sommer 2016. Doch nun läuft es beim Weltmeister – auch dank einer Ernährungsumstellung.

„Ich bekomme das Vertrauen, ich kann viel spielen. Ich spüre, dass ich es einfach laufen lassen kann. Das macht richtig Bock“, sagte Schürrle, teuerster Spieler der Vereinsgeschichte, im Feiertagsmagazin von Borussia Dortmund. Die schwierigen Phasen in den letzten eineinhalb Jahren haben Schürrle nachhaltig geprägt. Immer wieder wurde der Offensivspieler von Verletzungen zurückgeworfen. Innenbanddehnung im Knie, Achillessehnenreizung oder Muskelfaserriss – irgendetwas war immer. Schürrle kämpfte sich jedes Mal zurück. Unter Trainer Peter Stöger zeigt der 27-Jährige endlich seine Qualitäten.

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„Die Hoffnung, länger verletzungsfrei zu bleiben, ist natürlich riesig. Ich habe momentan einfach ein sehr gutes Gefühl“, sagte Schürrle. Auch an seiner Ernährung hat er geschraubt. „Ich trinke schon morgens eine ganze Kanne grünen Tee, das macht mich frischer und wacher“, berichtete der Weltmeister. Er habe einfach den Eindruck gehabt, etwas ändern zu müssen. Unterstützt von seiner Freundin Anna Scharipowa, einem kasachischen Model, stellte Schürrle seine Ernährung um: „Wir schauen da immer nach den neuesten Trends. Ich esse zum Beispiel fast kein Fleisch mehr und verzichte auf Milchprodukte.“

Stöger vertraut seinem Weltmeister

Schürrle wirkt nach den vielen Rückschlägen reifer und abgeklärter. Dessen Trainer Stöger weiß die Stärken seines Offensivmannes zu schätzen, sieht aber noch Luft nach oben. „Er beginnt jetzt langsam das abzurufen, was er an Qualität ganz einfach hat“, sagte Stöger und fügte an: „Er kriegt nach einer schwierigen Phase, auch mit Verletzungen, jetzt Spielpraxis, er kriegt Vertrauen, er kriegt Möglichkeiten und zeigt halt mehr und mehr, was ihn auszeichnet, was er normalerweise auch für eine Grundqualität und Talent hat.“ Sich zu motivieren, sei nicht immer leicht gewesen, gerade als er fit war und dennoch kaum Einsatzzeiten bekommen habe. Doch das Umfeld stimmte, in der Mannschaft und im Training fühlte sich Schürrle immer wohl. Das zahlt sich nun aus.

(cbe/sid)