Schulz: „Das erste Mal ist etwas Besonderes“

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Hoffenheims Nico Schulz wurde in der vergangenen Woche erstmals von Bundestrainer Joachim Löw für die A-Nationalmannschaft nominiert. Der 25-Jährige sprach nun über die ersten Erfahrungen mit den neuen Teamkollegen, seinen fußballerischen Werdegang und die kommende Champions League-Saison.

Schulz wurde von Löw in den Kader für die Partien am Donnerstag (20.45 Uhr) gegen Frankreich und am Sonntag (20.45 Uhr) gegen Peru berufen. Der Linksverteidiger bereitet sich derzeit bereits im Kreis der Nationalmannschaft auf die Begegnungen und sein mögliches Debüt vor. „Die ersten Tage waren gut. Viele Jungs kenne ich noch aus den U-Nationalmannschaften. Aber klar, das erste Mal ist dann doch etwas Besonderes, speziell bei der A-Nationalmannschaft“, sagte Schulz im Interview mit dfb.de. Der gebürtige Berliner durchlief von der U15 bis zur U21 alle DFB-Nachwuchsteams.

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Der Sprung in den Herrenbereich „war immer ein großer Traum von mir“, meinte der Hoffenheimer. „Jetzt hat es zwar ein bisschen gedauert, aber ich bin froh, dass es geklappt hat. Und ich werde mein Bestes geben, wenn ich meine Chance bekomme.“ Schulz hatte seinen Heimatverein Hertha BSC 2015 verlassen und war zu Borussia Mönchengladbach gewechselt. „Lucien Favre hatte mich als Trainer nach Gladbach geholt und ist dann wenig später zurückgetreten. Dann kam noch die Verletzung (Kreuzbandriss; Anm. d. Red.) hinzu. Wenn man selbst nicht richtig laufen kann oder Schmerzen hat und im Fernsehen sieht, wie die Jungs auf dem Platz Gas geben, macht man sich natürlich seine Gedanken“, meinte Schulz.

Linksverteidiger freut sich auf die Champions League

Nach der unglücklichen Zeit bei den „Fohlen“ entschied sich der Linksfuß im Sommer 2017 zum Schritt nach Hoffenheim. „Auch das letzte Jahr war anfangs nicht einfach, aber das war okay für mich. Nachdem ich zwei Jahre kaum gespielt hatte, habe ich nicht erwartet, dass ich in Hoffenheim sofort Stammspieler bin“, sagte Schulz. Der Defensivspieler setzte sich dennoch durch und die TSG qualifizierte sich dank einer starken Rückrunde für die Königsklasse. „Wir haben uns das verdient, deshalb ist die Freude auf die Champions League-Saison sehr, sehr groß“, meinte Schulz. Er freue sich vor allem auf die Duelle mit Manchester City.

Obwohl es auch die beiden anderen Kontrahenten Olympique Lyon und Schachtar Donezk in sich haben, ist der 25-Jährige zuversichtlich: „Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben, um in Europa zu überwintern.“ Schulz könnte eine Lösung für die Probleme sein, die die Nationalmannschaft seit Jahren auf der linken defensiven Seite hat. „Gerade meine Schnelligkeit, meine Power und meine Dynamik würde ich zu meinen Stärken zählen. Bei einer Dreierkette bin ich auf der linken Seite mehr oder weniger alleine. Wenn wir mit Viererkette spielen, geht es auch darum, meinen Partner vor mir zu unterstützen“, erklärte der Verteidiger.