Schwarz: „Er lebt jetzt seinen Traum in Spanien“

Foto: Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images

Den gelungenen Saisonstart gegen den VfB Stuttgart (1:0) will der 1. FSV Mainz 05 am Wochenende gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr) veredeln. Trainer Sandro Schwarz erwartet ein emotionales Duell mit den Franken.

„Es ist das erste Heimspiel seit dem Aufstieg. Nürnberg ist eine Mannschaft, die Fußballspielen will, die viel den Ball hat und sehr kompakt agiert. Wir müssen die Intensität auf den Platz bekommen und unsere Leistung gegen Stuttgart bestätigen“, betonte der Cheftrainer der Rheinhessen. Jean-Philippe Gbamin (Muskelfaserriss) wird dabei nicht helfen können, als Ersatz stehen Alexandru Maxim („die offensivere Variante“) und Neuzugang Pierre Kunde in den Startlöchern. Ebenfalls nicht zur Verfügung steht Pablo De Blasis, dessen Wechsel zu SD Eibar am Donnerstag offiziell wurde. „Pablo hat mich in acht Gesprächen nach dem Klassenerhalt immer wieder auf das Thema angesprochen. Die Frage war, ob wir ihm diesen unbedingten Wunsch erfüllen wollen oder nicht. Da gab es aus unserer Sicht keine zwei Meinungen. Er lebt jetzt seinen Traum in Spanien und wir weiter unseren in der Bundesliga. Es braucht sich keiner Gedanken machen, dass wir keinen Ersatz haben“, sagte Schwarz. „Pablo ist hier immer willkommen.“

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Neuzugang Jean-Paul Boëtius, der am Mittwoch erstmals mit seiner neuen Mannschaft trainierte, sei „absolut eine Option für die Startelf“, bestätigte Schwarz. „Er steht voll im Saft und hat einen sehr guten Fitnesszustand. Natürlich braucht er noch Zeit, um unser Spielsystem zu verinnerlichen, aber das ist bei Neuzugängen völlig normal. Da ist es egal, ob du ein paar Tage oder ein paar Wochen dabei bist. Jean-Paul ist ein sehr guter Typ, der im Umschaltspiel und in Eins-gegen-eins-Situationen seine Stärken hat.“ Seit dem Vorbereitungsstart strotze die Mannschaft vor Selbstvertrauen und mache in jeder Woche entscheidende Fortschritte in der Entwicklung. „Da hilft jedes Ergebnis“, sagte Schwarz. „Dennoch sind wir weit von einer Selbstverständlichkeit des Erfolgs entfernt. Wir wissen, was wir können, aber wir wissen auch, dass wir dafür alles abrufen müssen. Auch am Samstag in Nürnberg.“

„Es gibt vielleicht noch den einen oder anderen Abgang“

Sportvorstand Rouven Schröder will sich mit Blick auf das nahende Ende der Transferphase nicht unter Druck setzen lassen. „Wir sind vom Kader überzeugt, aber es wäre nicht professionell, wenn wir nicht bis zum Schluss die Augen offen halten würden. Dass nur noch so wenig Zeit bleibt, ist doch wunderbar, dann braucht es schnelle Entscheidungen. Es gibt vielleicht sogar noch den einen oder anderen Abgang.“ Außenverteidiger Giulio Donati und Offensivmann Besar Halimi wären dafür mögliche Kandidaten.

Eine Zukunft in Mainz und in der Bundesliga wird derweil den drei Nachwuchsspielern Ahmet Gürleyen, Leandro Barreiro und Jonathan Burkardt zugetraut. „Wir haben sie nicht im Kader, um der Local-Player-Regel gerecht zu werden. Alle haben den Anspruch, jeden Tag ihre Leistung zu bringen, um in den Kader zu rücken. Wenn wir überzeugt sind, wie bei Ridle Baku, dann bringen wir sie auch von Anfang an. Wir setzen uns da aber nicht unter Druck“, sagte Schwarz. Wichtig sei ohnehin, „dass man uns ansieht, dass wir trotz aller Widerstände den Willen haben, Spiele zu gewinnen. Ich sehe innerhalb der Mannschaft keinen Ansatz von Überheblichkeit. Wir beschäftigen uns nicht damit, was sein könnte, sondern legen den Fokus auf die tägliche Entwicklung.“