Schwarz erwartet „strukturierte“ Wolfsburger

Am vergangenen Spieltag fuhr der 1. FSV Mainz 05 einen 2:0-Auswärtserfolg bei Hertha BSC ein. Am Freitag (20.30 Uhr) treffen die Rheinhessen mit dem VfL Wolfsburg auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag betonte Trainer Sandro Schwarz laut Vereinshomepage, dass die Tabellenkonstellation im Duell mit dem „Wölfen“ keine Rolle spielt: „Wichtig sind für uns ausschließlich Ruhe und Sachlichkeit, keine Rechenspiele.“ Die drei Punkte aus dem Berlin-Spiel bedeuteten einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt, die Rettung allerdings sind sie noch lange nicht. Auch der Coach verwies darauf, dass er innerhalb der Mannschaft keine gelöste, sondern eine konzentrierte Atmosphäre wahrgenommen habe.

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Gegen Wolfsburg wird Schwarz mit Ausnahme des erkrankten René Adler auf den kompletten Kader zurückgreifen können. Die große Auswahl an Akteuren biete dem Trainer einige „Optionen auf hohem Niveau“, wie er unterstrich. Hervor hob der 39-Jährige die Winter-Neuzugänge Anthony Ujah und Nigel de Jong, die unabhängig davon, ob sie spielen oder nicht, sehr wichtig für das Mannschaftsgefüge seien. Einen Einsatz stellte Schwarz vor allem dem Stürmer in Aussicht: „Tony ist, Stand jetzt, so fit, dass er morgen auf dem Platz stehen könnte.“ Auch de Jong könnte auflaufen, wichtig sei aber besonders, „wie Nigel seine Rolle außerhalb des Platzes und in der Kabine angenommen hat“.

Labbadia ein Faktor in der Vorbereitung

Mit Bruno Labbadia sitzt bei den Niedersachsen am Freitag ein neuer Trainer auf der Bank. Die Personalentscheidung bei den „Wölfen“ spielte dementsprechend auch in Mainz eine Rolle in der Vorbereitung. Schwarz betonte: „Ich erwarte Wolfsburg morgen sehr strukturiert in der Arbeit gegen den Ball, zudem aber auch eine spielerische Komponente, da gerade die Offensive über hohe individuelle Qualität verfügt.“

Schauen will der Übungsleiter aber nur auf Mainz selbst. „Gehen wir mit der gleichen Willensleistung wie in Berlin auf den Platz, rufen unsere Basics ab und arbeiten genauso effektiv gemeinschaftlich gegen den Ball, werden wir automatisch Torgefahr erzeugen“, sagte er und fügte hinzu: „Ein Trainerwechsel kann sicher ein paar Prozentpunkte herauskitzeln. Entscheidend ist aber, wie wir auftreten. Denn dann ist es egal, wer an der Seitenlinie steht.“