Schwarz: „Es ist kein Spruch, dass wir alle Spieler brauchen“

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Es schien, als müsse die jüngste Mainzer Bundesliga-Mannschaft aller Zeiten gegen den FC Augsburg (2:1) spätes Lehrgeld bezahlen. Sandro Schwarz allerdings zog die richtigen Schlüsse und brachte Alexandru Maxim sowie Anthony Ujah.

Es lief bereits die 82. Minute in der Mainzer Opel Arena: Dong-Won Ji erzielte in einer umkämpften Partie die 1:0-Führung für den Gast aus Augsburg, ein Sieg der 05er war folglich in weite Ferne gerückt. Schwarz‘ Joker stachen jedoch und drehten die Partie durch Treffer in der 87. Minute und in der Nachspielzeit noch zugunsten der Rheinhessen. Mainz bleibt somit in der laufenden Saison ungeschlagen und rückt auf den sechsten Rang vor. Neben seinen gelungenen Einwechslungen hatte Schwarz auch Mut bei der Aufstellung bewiesen: Der 39-Jährige bot insgesamt sechs Spieler auf, die 22 oder jünger waren.

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Seine Startformation war im Schnitt gerade einmal 23,3 Jahre alt. „Es ist kein Spruch, dass wir alle Spieler brauchen. Es ist einfach so“, wird Schwarz von der Vereinshomepage zitiert. „Es hat sich erneut gezeigt, dass die Jungs, die von der Bank kommen, sofort da sind.“ Ujah gelang bereits zum zweiten Mal aus einer Joker-Rolle heraus ein wichtiger Treffer, gegen den VfB Stuttgart (1:0) war ihm zum Auftakt das Siegtor gelungen. „Ob ich von Beginn an dabei bin oder von der Bank komme, ich muss immer bereit sein. Heute habe ich das wieder gezeigt, aber ich muss weiter für meine Position kämpfen“, sagte Ujah am Samstag. Schwarz lobte darüber hinaus: „Tony ist so nahe dran an der Startelf. Im Vergleich zum letzten Jahr ist er heute ein komplett anderer Spieler. Von der Athletik, vom Körpergewicht her, von allem.“

Maxim: „Das war wichtig für mich“

Offensiv-Allrounder Maxim, dem sein 90-minütiges Comeback in der rumänischen Nationalmannschaft beim 0:0 gegen Montenegro Auftrieb gegeben hatte, zeigte nach starker Vorbereitung auch seine Wichtigkeit in der Bundesliga. „Das war wichtig für mich vom Kopf her“, sagte der 28-Jährige. „Ich muss so weiter machen. Wir haben einen großen Kader, viele Spieler mit Qualität.“ Nach seinen zwei Toren im DFB-Pokal in Aue hatte sich der Mittelfeldspieler im Training verletzt. Jean-Philippe Gbamin kehrte am Dienstag nach auskuriertem Muskelfaserriss ins Mannschaftstraining zurück.