Schwarz über Abass: „Er macht einfach“

Foto: Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images

Der 1. FSV Mainz 05 startete am Mittwochvormittag mit einer Trainingseinheit in die Länderspielpause. Neuzugang Issah Abass war dabei erstmals an Bord und hinterließ gute Eindrücke. Trainer Sandro Schwarz zeigte sich mit der Verpflichtung des Ghanaers sehr zufrieden.

„Issah hat gute Voraussetzungen von der Physis und von der Geschwindigkeit her. Er bringt ein Profil mit, das uns das Spiel vorne flexibler gestalten lässt“, sagte der Mainzer Coach laut Vereinshomepage über den Rechtsfuß. Obwohl Abass sich erst noch „in die Verhaltensweise und Grundordnung integrieren müsse“, schätzt Schwarz vor allem dessen Individualität: „Er macht einfach.“ Der Stürmer passe genau in das Profil der Rheinhessen. „Du brauchst auch mal Leute, die aus dem Schema ausbrechen und intuitiv Dinge richtig machen. Das erhoffen wir uns von ihm. Er ist extrem fleißig, macht Wege und hat Verhaltensweisen im Strafraum, mit denen er Tore erzielen kann. Wir wissen, dass Bundesliga Zeit braucht, aber wir trauen es ihm zu. Wir wollen ihn eingliedern, ohne ihm seine Unbekümmertheit abzugewöhnen, mit der er Spiele entscheiden kann“, meinte Schwarz.

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Mit Pablo De Blasis verließ ein offensiver Flügelspieler den Verein, mit Levin Öztunali und Gerrit Holtmann fallen derzeit zwei weitere verletzt aus. Mainz hatte definitiv Bedarf, Abass passte gut in die Planungen. „Ich habe auf diese große Chance gewartet. Ich bin jung und habe mir bewusst einen guten Klub für meine Zukunft ausgesucht, um mich zu entwickeln. Mainz ist da positiv für mich. Ich will an der Spitze sein und die Bundesliga ist die Spitze. Jetzt will ich alles geben, um auch dahin zu kommen“, sagte Abass bei seiner Vorstellung. Der Angreifer kam vom NK Olimpija Ljubljana zum FSV, hatte aber auch andere Angebote: „Ich wollte aber nicht einfach wechseln, sondern einen Schritt machen, um mich weiter zu entwickeln.“

Liverpools Mané als Vorbild

Abass kann in der Offensive variabel eingesetzt werden. „Ich mag es am liebsten, etwas hängend hinter einem Angreifer zu spielen oder auf der linken Seite. Aber ich kenne alle Positionen gut“, sagte der 19-Jährige, der Liverpools Sadio Mané als Vorbild nennt: „Von ihm kann ich vieles lernen. Er kämpft viel, und wir sind uns als Spielertypen sehr ähnlich.“ Für seine Zukunft beim FSV hat sich Abass bereits Ziele gesteckt, ohne sich selbst unter Druck zu setzen. „Ich hoffe, dass ich meine Einsatzzeiten bekomme und wir viele Spiele gewinnen. Ich bin da sehr zuversichtlich, trage meinen Kopf immer oben. Ich will fokussiert bleiben, gut trainieren, dann kommt alles andere von alleine“, sagte der Ghanaer.