Schwegler empfindet Fanproteste als „eine Last“

Für Pirmin Schwegler und Hannover 96 läuft es gut in der Aufstiegssaison. Die Niedersachsen haben sich etabliert und mit dem Abstiegskampf nichts zu tun. Sorgen machen dem Schweizer aber die Proteste der Fans.

Zuletzt wurde in Frankfurt und Dortmund gegen die Montagsspiele in der Bundesliga protestiert. In Hannover schwelt derweil seit Monaten ein Streit zwischen den Ultras und der Führungsriege um Präsident Martin Kind, der die 50+1-Regel kippen möchte. „Man nimmt das als Profi natürlich wahr und man nimmt es auch ernst. Wir als Spieler können aber wenig tun und halten uns entsprechend zurück. Dass es für eine Mannschaft nicht förderlich ist, sondern eine Last, dürfte jeder nachvollziehen“, antwortete Schwegler im Kicker-Interview auf die Frage, wie er die aktuellen Proteste erlebt.

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Während es hinter den Kulissen brodelt, läuft es sportlich rund bei 96. „Wir arbeiten von Anfang an gut. Jeder trägt seinen Teil bei, stellt sich nie über die Mannschaft. Das spürt man in jedem Spiel. Wir sind extrem eng beieinander und haben damit viel ausgeglichen, was uns andere individuell voraushaben“, erklärte der Mittelfeldspieler. Wichtig sei, dass das Gesamtbild passt: „Dann kommt auch jeder selbst besser weg. Entscheidend ist, dass das jedem bewusst ist. Deshalb harmonieren wir so.“ So haben unter anderem Waldemar Anton und Iver Fossum „eine tolle Entwicklung genommen“, attestierte Schwegler. Aber auch Spieler, die aktuell nicht so zum Zuge kommen, helfen der Mannschaft.

In Frankfurt „wird uns einiges erwarten“

„Sie müssen genauso jeden Tag Gas geben – und das tun sie auch“, erklärte Schwegler dahingehend mit Blick auf Marvin Bakalorz, Martin Harnik und auch Manuel Schmiedebach. „Erst das bringt uns dorthin, wo wir gerade stehen.“ Auch Schwegler habe diese Phasen in seiner Karriere gehabt, deshalb wisse er, „wenn man dranbleibt und sich korrekt verhält, kommt das Positive einmal zurück, und man hat selbst wieder etwas davon“.

Am Samstag geht es für Hannover zu Eintracht Frankfurt, für die Schwegler von 2009 bis 2014 selbst die Fußballschuhe schnürte. Die Hessen spielen eine starke Saison und haben sich auf den internationalen Plätzen festgesetzt, dennoch sieht der Schweizer eine Chance. „Wir wissen schon, dass auch die Eintracht in den letzten Monaten gut gearbeitet hat. Da wird uns einiges erwarten“, betonte der Ex-Frankfurter. „Aber wir machen es ja auch nicht ganz schlecht und werden die Eintracht ganz sicher vor ein paar Aufgaben stellen.“