Seifert schließt Pflichtspiele im Ausland aus

Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Image

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat die Verlegung von einzelnen Bundesliga-Partien ins Ausland ausgeschlossen. Die Digitalisierung zähle derweil zu den größten Herausforderungen für die zukünftige Vermarktung des Fußballs.

„Wir werden niemals ein Pflichtspiel außerhalb Deutschlands spielen“, sagte der 49-Jährige beim Fußballgipfel des Wochenmagazins Die Zeit in Frankfurt am Main. Zuletzt hatte die spanische La Liga angekündigt, ein Spiel pro Saison in den USA austragen zu wollen. Dabei geht es vor allem um die Steigerung der Vermarktungschancen. Für Seifert wäre eine ähnliche Entscheidung der DFL ein Zeichen „mangelnden Respekts“ den Fans und der US-Liga gegenüber. „In den USA brauchen sie niemanden, um den Fußball zu promoten“, sagte er. „Das ist eine Grenze, die wie nicht überschreiten werden.“ Seifert sei „nicht dafür, und solange ich die DFL führe, wird es das auch nicht geben“. Zudem „ganz sicher für die Bundesliga“ ausschließen könne er, dass es „irgendwann mal so viele Anstoßzeiten wie Spiele gibt, wie es bereits in Spanien der Fall ist“, sagte der Geschäftsführer.

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Digitalisierung sei hingegen „ein Schlagwort, dem sich alle gegenüber sehen“, sagte Seifert. Die DFL müsse die „Chancen der Digitalisierung umarmen. Selbstverständlich beschäftigen wir uns mit dem Einsatz neuer Technologien.“ Die immer neuen Möglichkeiten der Endgeräte und Übertragungstechniken seien vor allem ab der kommenden Rechteperiode (2021 bis 2025) von großer Bedeutung. „Es wäre völlig blauäugig zu glauben, dass heute zehn- oder zwölfjährige Mädchen oder Jungen in zehn oder 15 Jahren 90 Minuten vor dem Bildschirm sitzen und sich ein nervenaufreibendes 0:0 anschauen“, sagte Seifert. „Das wird nicht so sein. Deshalb müssen wir uns damit befassen.“