Selke: „Hoffe, dass Verletzung in der Vorbereitung kein Ritual wird“

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Nach seiner Lungenverletzung kämpft sich Davie Selke dieser Tage zurück bei Hertha BSC. Die Zuschauerrolle in der Sommervorbereitung möge bitte nicht zu einem Ritual werden, hofft der Angreifer, der froh über den guten Start der Kollegen ist.

„Ich war einer der wenigen, der vor der Vorbereitung gesagt hat, dass er sich freut. Und dann war ausgerechnet ich ziemlich schnell raus“, sagte Selke im vereinsinternen Interview nach seiner Rückkehr ins Teamtraining am Dienstag (Lattenkreuz berichtete). „Ich hoffe, dass es nicht zum Ritual wird, dass ich hier in Berlin regelmäßig die Vorbereitung verpasse.“ Bereits im Vorjahr schließlich hatte der Angreifer aufgrund einer Sprunggelenksverletzung und anschließender Knochenmarkschwellung wochenlang nur zusehen können.

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In diesem Sommer nun hatte Selke eine Lungenverletzung zu schaffen gemacht, die er sich Mitte Juli in einem Trainingszweikampf mit Salomon Kalou zugezogen hatte. Eigentlich „ein alltägliches Ding“ sei der Zusammenprall mit dem Sturmkollegen gewesen, sagte der Angreifer. Dennoch habe er anschließend „ein Stechen gemerkt“ und festgestellt: „Irgendwas passt nicht in meinem Körper.“ Eine Operation schloss sich an, seit Dienstag aber mischt Selke wieder im Mannschaftstraining der Hauptstädter mit.

Lob für die Teamkollegen

Körperlich sei er inzwischen beschwerdefrei, berichtete Selke weiter, konditionell müsse er nun aber noch ein paar Defizite aufarbeiten. „Ich spüre gar nichts mehr, das ist sehr förderlich. Ich kann sofort wieder Gas geben und bin total positiv gestimmt“, sagte der 23-Jährige. Trainer Pál Dárdai hatte am Dienstag geäußert, den Angreifer im Laufe der Länderspielpause fit für die Bundesliga-Rückkehr machen zu wollen.

Hilfreich bei der Integration sei der positive Saisonstart, glaubt Selke. „Der gute Start war sehr wichtig, gerade für die allgemeine Stimmung. Gleichzeitig erleichtert er mir auch die Rückkehr“, sagte er. Zum Bundesliga-Auftakt hatte sich die Hertha mit 1:0 gegen Nürnberg durchgesetzt, in der Vorwoche war dank eines 2:1-Erfolgs in Braunschweig der Einzug in die zweite Pokalrunde geglückt. „Die Jungs haben bis jetzt einen top Job gemacht, das macht mich glücklich“, sagte Selke.