Siegen erwünscht: Hoffenheim und Hannover brauchen Punkte

Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Hannover 96 will am Dienstag (20.30 Uhr) die ärgerliche 0:2-Niederlage bei Aufsteiger 1. FC Nürnberg gegen die TSG 1899 Hoffenheim vergessen machen. Die Kraichgauer haben einen Dreier ihrerseits dringend nötig, damit aus einem ordentlichen Start kein durchwachsener wird.

Das letzte Mal, als Hoffenheim in Hannover zu Gast war, war an Fußball kaum zu denken. In einer Schneeschlacht setzte sich 96 im Dezember 2017 mit 2:0 gegen die Kraichgauer durch und landete damals einen Befreiungsschlag aus der Krise. Derartige Bedingungen sind am Samstag nicht zu erwarten, eine erlösende Wirkung hätte ein Dreier angesichts des sieglosen Starts für die Niedersachsen allerdings auch jetzt. Die Pleite in Nürnberg hat die ordentlichen ersten drei Spiele deutlich geschmälert, von nun an zählen nur Ergebnisse. „Wir haben in Nürnberg 30 Minuten einiges von dem vermissen lassen, was uns auszeichnet. Gegen Hoffenheim wollen wir das besser machen“, kündigte Trainer André Breitenreiter an und forderte „hundertprozentiges Brennen auf dem Platz, Gier, Biss und Siegeswille“. Personell steht dem 96-Coach fast dasselbe Aufgebot zur Verfügung wie am Samstag, einzig Miiko Albornoz fehlt nach seiner Roten Karte gesperrt.

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Die TSG lieferte bislang offensiv meist überzeugende Spiele ab, oft hapert es allerdings noch an der Effizienz wie bei der unnötigen 1:2-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf oder am Samstag beim 1:1-Remis gegen Borussia Dortmund. „Von meiner Idee des Fußballs her spielen wir bisher eine sehr gute Saison, nur die Tore fehlen uns noch“, meinte Trainer Julian Nagelsmann. In Hannover soll der Aufwand mal wieder belohnt werden, der Übungsleiter warnte aber vor den Gastgebern: „Es ist eine Mannschaft, die eine unglaubliche Power und Mentalität hat.“ Wie vor dem BVB-Spiel kündigte Nagelsmann erneut eine leichte Rotation an. „Ein bis zwei Spieler, die am Samstag angefangen haben“, dürften sich auf der Bank wiederfinden, zu viel wechseln möchte der TSG-Coach aber nicht. Noch keine Option ist voraussichtlich der weiterhin angeschlagene Kerem Demirbay.

Hannover 96: Esser – Sorg, Anton, Wimmer – Korb, Ostrzolek – Schwegler, Walace – Bebou, Haraguchi – Füllkrug

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Bičakčić, Vogt, Akpoguma – Kadeřábek, Schulz – Grillitsch – Bittencourt, Grifo – Szalai, Kramarić

96 zeigte sich im eigenen Stadion zuletzt von seiner besseren Seite und machte Borussia Dortmund das Leben enorm schwer. Mit dem eigenen Publikum im Rücken ist den „Roten“ einiges zuzutrauen, wenngleich die TSG die höhere individuelle Qualität hat. Spannend wird zu sehen sein, welche taktische Herangehensweise beide Trainer wählen.